Ausstellung in der Hochschule Bremen gibt Tipps für nachhaltigen Konsum

Klimaschutz im Alltag

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„Konsum-Kompass“-Projektleiterin Anja Urbanek zeigt, wie Besucher ihre persönliche CO2-Bilanz errechnen können.

Bremen - Von Viviane Reineking. Egal, ob beim Einkaufen, verreisen, Wäsche waschen oder arbeiten – durch alle Aktivitäten entstehen Treibhausgase. Ob manch einer vielleicht lieber eine „Klima-Diät“ machen sollte, verrät die neue Ausstellung „Konsum-Kompass“, die bis zum 5. Juni im Foyer der Hochschul-Mensa (Neustadtswall 30) zu sehen ist.

„Bis zum Jahr 2050 müssen wir die Kohlendioxid-Emissionen um 80 bis 90 Prozent verringern, um das Zwei-Grad-Ziel zu erreichen und den Klimawandel einzudämmen“, sagt Martin Grocholl. Der Geschäftsführer der Bremer Klimaschutz-Agentur „Energiekonsens“ sagte gestern zur Eröffnung der Ausstellung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt: „Beim Klimaschutz spielt der Konsum eine wichtige Rolle. Er verursacht 40 Prozent der CO2-Emissionen.“ Die interaktive Ausstellung hält deshalb Informationen und Tipps bereit, um Besucher über nachhaltigen, klimafreundlichen Konsum und zukunftsfähige Lebensstile aufzuklären und neugierig zu machen.

Die Hochschule habe sich als Ausstellungsort zur Verfügung gestellt, weil sie sich der nachhaltigen Bildung verpflichtet habe und sich damit auch der Stadt öffnen wolle, so Rektorin Prof. Karin Luckey. Die Ausstellung, die sich in acht überdimensionalen Einkaufstüten präsentiert, animiere, sich mit dem alltäglichen Konsum auseinanderzusetzen – sozusagen „im Vorbeigehen“ Dinge zu lernen, so Dr. Steffi Kollman, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule.

Tiefergehende Informationen vermitteln vier begleitende Themenwochen zum ökologischen Umbau, zu Ernährung, Elektronik und Kleidung. Hier gibt es Vorträge, Exkursionen und Mitmach-Aktionen. „Durch ihre Veranstaltungswünsche und ihr Engagement haben die Studenten das Programm mitgestaltet“, so Kollmann.

So gibt es zum Beispiel einen Vortrag der Gruppe „Rettertouille“ zu „Containern“, Lebensmittelfairteilung“ und „Foodsharing“ (Dienstag, 19. Mai, 18 bis 19.30 Uhr, Raum 08). Bereits am Mittwoch, 13. Mai, spricht Dr. Michael Kopatz vom Wuppertaler Institut für Klima, Umwelt und Energie darüber, was der Klimawandel künftig für Bremen bedeutet und wie zukunftsfähige Lebensstile aussehen können (18 bis 19.30 Uhr, Raum 08). Weitere Aktionen sind eine „Kleider-Tausch-Party“ und ein Repair-Café. Anmeldungen zu den Veranstaltungen unter 0421/37667154. Für Schulklassen gibt es spezielle Angebote.

Zurück zur Ausstellung: An der Mitmachstation der „Klima-Diät“ können Besucher an verschiedenen Knöpfen ihr Verhalten beim Duschen, Wäsche waschen, Essen und Arbeiten einstellen und damit ihre CO2-Bilanz errechnen. Wo sie ihr Verhalten ändern und Energie einsparen sollten, verrät dieser Teil der Ausstellung außerdem. Verwirrend sind die Packungsangaben auf Leuchtmitteln. Was welche Angaben bedeuten, was eine Altbausanierung bringt und wie man möglichst umweltfreundlich verreist, verrät die Ausstellung ebenso wie die Unterschiede zwischen herkömmlichen und fair produzierten und gehandelten Produkten.

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