Ausstellung: Bauten in ungewohntem Licht

Der düstere Ritter

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Mächtiger Ritter mit Schild und Schwert – der Roland auf einer Fotografie von Hartmut Müller, zu sehen im „Medienhaus“.

Von Thomas Kuzaj. Ausstellung: Der Bremer Roland, mit dem Rathaus seit bald zehn Jahren auf der Weltkulturerbeliste der Unesco, sieht bei ihm beinahe aus wie ein Ritter aus einem Mantel- und Degen-Film. Dunkel dräuende Wolken im Hintergrund inbegriffen. Das Bild stammt von Hartmut Müller. Seit gestern zeigt er Fotografien seiner Wahlheimat Bremen in der Galerie im Bremer „Medienhaus“ an der Schwachhauser Heerstraße.

„Er ist ein Mann mit Visionen, hat als Luft- und Raumfahrtexperte ein Unterwasserhotel in Dubai geplant, Reisen in ein Weltraumhotel vermarktet, internationale Konferenzen zum Thema Mond organisiert – und sich, gewissermaßen ‚nebenbei‘, als anerkannter Fotokünstler etabliert“, sagte eine Sprecherin über Müller, der 1956 in Ostfriesland geboren wurde. Er filmt und fotografiert seit Kindertagen.

„Nach beruflichen Stationen in Berlin, München, Madrid und Syke lebt der studierte Luft- und Raumfahrt-Experte sowie Marketing-Spezialist seit einigen Jahren im Bremer Ostertor“, heißt es in einer Ausstellungsankündigung weiter. Hier habe der „Raumfahrt-Visionär“, der „heute für das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt arbeitet“, seine „künstlerische Heimat“ gefunden.

In seiner Ausstellung gelingt ihm etwas Bemerkenswertes. Müller, der von der Dunkelheit fasziniert ist, lässt bekannte Bremer Bauwerke „durch die Düsternis in völlig neuem Licht erscheinen“.

In völlig neuem Licht erscheinen die Bauwerke im „Medienhaus“ nun bis zum 8.Oktober. Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 9 Uhr bis 16 Uhr, Freitag 9 Uhr bis 14  Uhr; am Wochenende geschlossen.

LiteraturI: Zu einem Schreibworkshop hatte das Literaturkontor junge Autoren in die Kunsthalle geladen – mit Blick auf die Picasso-Ausstellung, die noch bis zum 22. Juni dauert. So wurde „Sylvette“ zur literarischen Inspirationsquelle. Unter Leitung der Kulturwissenschaftlerin Haleh Soleymani nahmen die Teilnehmer von Picassos Arbeiten zu Lyrik, Prosa und experimentellen Texten anregen. Aus den literarischen Ergebnissen des Kurses wurde am Ende eine szenische Lesung entwickelt – und die wiederum wird am Dienstag, 17. Juni, um 20 Uhr in der Villa Ichon am Goetheplatz präsentiert. Es lesen Jessica Felkel, Theresa Heyn und Nicole Tews; Haleh Soleymani moderiert den Abend.

„Football-WM“ op Platt

LiteraturII: Der Ball rollt, und nun gibt es kein Halten mehr... Oder doch, bei den Torhütern vielleicht. Wie auch immer – die Fußballweltmeisterschaft funktioniert auch in plattdeutscher Sprache. Wo wüsste man das besser als beim Institut für niederdeutsche Sprache (INS) im Schnoor.

Zur WM jedenfalls wollen plattdeutsche Autoren mit eigenen Beiträgen eine Brücke zwischen Kultur und Sport schlagen – mal ernst, mal heiter, wie es heißt. An jedem Spieltag begleiten sie, so das INS weiter, das Geschehen in Brasilien mit Haikus, Limericks, Erzählungen, Liedern und Sachtexten. „Un allens op Platt.“ Dabei sind unter anderem Gerd Spiekermann, Johanna Kastendieck und Hans-Hermann Briese. Die Texte erscheinen auf der Internetseite des Institutes unter „Lees-Stücken“ in der Rubrik „Football-WM“.

„Lahm na Poldolski, Podolski op Götze, de süht Klose...“ – so kann es gehen. Gestern erschien zunächst einmal ein Text von Frenz Bertram: „Football? Nee! Football heff ik mien Leven lang nich speelt, nich mal mit de Kinner, as de noch lütt weern.“ Aber trotzdem kann Bertram von einem besonderen Fußballerlebnis berichten.

www.ins-bremen.de

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