Wettbewerb an der Bremer Uni

Schülerinnen verfassen Kinderbuch über Nervenkrankheit „Chorea Huntington“

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Gizem Vural (v.l.), Selda Güdük und Gizem Görme vom Schulzentrum Walle mit ihrem ausgezeichneten Kinderbuch zur Krankheit „Chorea Huntington“.

Bremen - Gizem Vural, Selda Güdük und Gizem Görme vom Schulzentrum Walle haben ein Kinderbuch über die Nervenkrankheit „Chorea Huntington“ geschrieben, illustriert und ihre persönliche Betroffenheit mit biologischer Genauigkeit verbunden. Beim Schülerwettbewerb „Junge Helden der Wissenschaft gesucht“ der Universität Bremen und der Dr.-Hans-Riegel-Stiftung haben die Schülerinnen dafür eine Auszeichnung im Bereich Biologie erhalten.

Gemeinsam mit 14 deutschen Hochschulen, darunter auch die Bremer Uni, zeichnet die Stiftung nach eigenen Angaben besonders gute vorwissenschaftliche Arbeiten von Schülern der gymnasialen Oberstufe in sogenannten „Mint“-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) aus. Mehr als 30 Schüler-Teams aus Bremen haben ihre Projektarbeiten in den Fächern Biologie, Chemie, Physik und Mathematik eingereicht. Eine Jury aus Wissenschaftlern der Universität Bremen hat sie nun bewertet und die Sieger gekürt.

Die Nachwuchsförderung von jungen Talenten in den „Mint“-Fächern ist ein Ziel, das die Universität Bremen mit verschiedenen Angeboten von der Kinderuni bis zum Frühstudium verfolgt. „Wir sind vehement daran interessiert, wissenschaftlichen Nachwuchs für die Forschung zu gewinnen“, so Prof. Thomas Hoffmeister, Konrektor für Lehre und Studium der Bremer Uni.

Die preisgekrönten Teams kamen aus der ganzen Stadt: aus dem Alten Gymnasium, dem Kippenberg-Gymnasium, dem Alexander-von-Humboldt-Gymnasium, dem Gymnasium an der Hamburger Straße, dem Schulzentrum Walle und den Oberschulen Findorff und Ronzelenstraße. Die überwiegend hohe Qualität der eingereichten Projektarbeiten habe die Jury überrascht und überzeugt, hieß es. Sie reichten von experimentellen Überprüfungen des Strömungsabrisses bei Kleinflugzeugen über die mathematische Betrachtung der Warteschlangen in der Schulcafeteria bis zur Frage: „Kann Bambus Stahl in Baugerüsten ersetzen?“ Insgesamt wurden elf Auszeichnungen verliehen. Einen Sonderpreis vergab die Jury für die „Analyse der statistisch auffälligen Krebsneuerkrankungsrate im Landkreis Rotenburg (Wümme) unter Bezugnahme auf den möglichen gesundheitlichen Risikofaktor Erdgasförderung“ an das Team aus dem Hermann-Böse-Gymnasium.

Prof. Ingeborg Henzler vom Vorstand der Stiftung sagte bei der Preisverleihung, sie habe noch bei keiner Verleihung so viele weibliche Preisträgerinnen erlebt. Auch das Zusammenarbeiten in Teams sei in Bremen einmalig. 

vr

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