Kammern: Wirtschaftliche Entwicklung nimmt Fahrt auf / Mit Zuversicht in die Zukunft

„Aus dem Pflänzchen wird eine Pflanze“

Erfolgreich: die „Havenwelten“ in Bremerhaven.

Bremen - Von Elisabeth GnuschkeBREMEN · Die Bremer Wirtschaft nimmt Fahrt auf. Die Handelskammer Bremen und die IHK Bremerhaven blicken mit Zuversicht in die Zukunft, sagten sie gestern bei Vorlage des Statistischen Jahresberichtes 2009. Handelskammer-Präses Otto Lamotte drückte es so aus: „Aus dem Pflänzchen wird eine Pflanze.“ Man müsse sie nur gießen und richtig pflegen.

Der konjunkturelle Aufschwung betreffe alle Sparten, sagte Lamotte. Die Arbeitslosenzahlen seien leicht rückläufig. Wachstumstreiber sei das Exportgeschäft, insbesondere in Fernost. Aber auch die Wirtschaft in den USA gewinne an Fahrt. Die Autobranche habe wieder zu tun, so auch das Mercedes-Werk in Bremen. Lamotte bezeichnete es als richtig, das Instrument Kurzarbeit genutzt zu haben. Positiv sei auch, dass sich die Wirtschaft entschlossen habe, nachhaltig Arbeitsplätze zu sichern. Bezugnehmend auf das Pflänzchen ergänzte der Bremerhavener IHK-Präsident Claus Brüggemann: „Bremerhaven ist der Humus – damit die Pflanze gut wächst.“ In der Seestadt sei die Einwohnerzahl nach vielen Jahren der Verluste stabil, die Arbeitslosenzahlen seien leicht rückläufig. Brüggemann führte das u.a. auf den Erfolg der „Havenwelten“ mit Klimahaus, Auswandererhaus, Zoo, Hotel und mehr zurück. „Das wird angenommen“, betonte er. Nachteil für Bremerhaven sei der um 40 Prozent gesunkene Autoumschlag. Dennoch sei man hier weiter führend. Und, so Lamotte, auch die Hafenwirtschaft erhole sich. Selbst der Import, die europäische Nachfrage, nehme zu.

Der Einzelhandel sei mit einem leichten Umsatzrückgang vergleichsweise glimpflich durch die Krise gekommen. Der Tourismus laufe gut. „Schauen Sie nur nach draußen. Hier schlagen Leute aus vielen Ländern auf“, so Lamotte. Vom Senat forderten die Kammern weiterhin einen „harten Sparkurs“. Sämtliche Ausgaben müssten auf den Prüfstand.

Erstmals, so Lamottes Ausblick, könnten Ausbildungsbewerber wieder auswählen. 2 900 Bewerbern stünden 3 300 Ausbildungsplätze gegenüber. Geschäftsführer Dr. Matthias Fonger empfahl den Jugendlichen, sich direkt auf eine Lehrstelle zu bewerben und keine „schulischen Umwege“ zu gehen. Der Mangel an Fachkräften werde künftig noch größer, sagte Lamotte. Er forderte, Schüler besser auf wirtschaftliche Zusammenhänge vorzubereiten.

Wichtig für Bremens Zukunft sind nach Meinung der Kammern der Anschluss der A 281 an die A 1, der Wesertunnel, die Weservertiefung und die Küstenautobahn.

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