Eurogate präsentiert Jahresbilanz für 2009 / Krise lässt Gesamtumschlag um 12,3 Prozent sinken

Mit dem Aufwärtstrend rechnen

366 Meter lang, 51,50 Meter breit – die „MSC Daniela“ vor wenigen Tagen in Bremerhaven. Bei voller Beladung haben Schiffe wie dieses ordentlich Tiefgang. Und Eurogate braucht Platz, wenn viele dieser Schiffe kommen.

Bremen - Von Thomas Kuzaj· Mehr und mehr große Schiffe mit großem Tiefgang werden kommen, und mit der Wirtschaft geht es aufwärts. Vor diesem Hintergrund plädierten die Eurogate-Chefs gestern erneut für eine Vertiefung von Außenweser und Elbe. „Unverändert fest“ stehe man zu dem „Jahrhundertprojekt“ Tiefwasserhafen Wilhelmshaven. Im Park Hotel präsentierte Eurogate die Bilanz für 2009.

Die Krise traf das Umschlagsunternehmen schwer. Doch man habe – so die Formulierung – seine „Krisenziele in schwierigem Marktumfeld erreicht“. Und: „Wenn der Trend des ersten Quartals anhält, werden wir 2010 ein besseres Ergebnis als im Vorjahr haben“, so der Vorsitzende der Eurogate-Geschäftsführung, Thomas Eckelmann. Die tiefgreifendste Finanz- und Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit habe 2009 geprägt. Das weltweite Handelsvolumen sei zwischen August 2008 und März 2009 um 31 Prozent eingebrochen. Das wirkt sich natürlich stark aufs Container- und Logistikgeschäft aus. „Wir haben im Prinzip seit dieser Zeit eine Seitwärtsbewegung“, sagte Emanuel Schiffer, ebenfalls Vorsitzender der Gruppengeschäftsführung.

2009 sank der Gesamtumschlag der Eurogate-Gruppe um 12,3 Prozent auf 12,4 Millionen Container. Bei einem Umsatz von 591,39 Millionen Euro (2008: 714,98 Millionen Euro) sank das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) um 26,2 Prozent – in absoluten Zahlen: von 202,66 Millionen Euro auf 149,65 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) sank 2009 um 62,6 Prozent von 128,4 Millionen Euro auf 48 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss fiel um 59 Prozent von 116,48 Millionen Euro auf 47,78 Millionen Euro. Der Containerumschlag ging in Bremerhaven um 17,5 Prozent zurück – von 5,5 Millionen Standardcontainern (TEU) im Jahr 2008 auf gut 4,5 Millionen TEU im Jahr 2009. In Hamburg sank die Zahl um 20,5 Prozent von 2,7 Millionen TEU auf 2,14 Millionen TEU. Das neue Jahr begann in Bremerhaven mit doch spürbar positiveren Signalen. Hier schlug Eurogate im ersten Quartal 1,13 Millionen Standardcontainer um. Im ersten Quartal des vergangenen Jahres waren es nur knapp über eine Million Container gewesen – ein Plus von 12,2 Prozent. In der Seestadt habe der US-Verkehr wieder deutlich angezogen, hieß es im Park Hotel.

Die zu Beginn der Krise gesteckten Ziele erreicht – damit meinen die Eurogate-Chefs auch, dass ihr Unternehmen die Beschäftigungsgarantie für 2009 und 2010 eingehalten habe. Es gab keine betriebsbedingten Kündigungen. Starke Kostensenkungen hätten dazu beigetragen, dies möglich zu machen.

In Deutschland hatte Eurogate 2008 noch 5 175 Mitarbeiter, davon 700 über Gesamthafenbetriebe (GHB). An allen Standorten wurde dann der schichtplanmäßige Einsatz von GHB-Beschäftigten gestrichen. Hinzu kam die natürliche Fluktuation, so dass die Zahl der Eurogate-Beschäftigten in Deutschland 2009 schließlich bei 4 421 lag.

In Bremerhaven gilt seit dem 2. Mai 2009 Kurzarbeit. „Bisher ohne Unterbrechung“, so Vorstandsmitglied Andreas Bergemann. „Kurzarbeit ist auch für das gesamte Jahr 2010 geplant.“

WWW.

eurogate.eu

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