GSP gewinnt Wettbewerb

Krankenhaus, Ärztehaus und Wohnungen für das Hulsberg-Viertel

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So soll es aussehen, das Ärztehaus (links), das den Auftakt für das neue Hulsberg-Viertel am Klinikum Mitte markiert. Baubeginn soll Mitte 2018 sein.

Bremen - Von Elisabeth Gnuschke. Es ist das neue Großprojekt Bremens: das Hulsberg-Viertel. Hier auf dem 19 Hektar großen Gelände des Klinikums Mitte an der St.-Jürgen-Straße werden in einigen Jahren Krankenhaus, Ärztehaus, Wohnungen und mehr nebeneinander Platz finden. Erstes Gebäudes des neuen innerstädtischen Quartiers wird das künftige Ärztehaus sein. Dafür ist jetzt der Architekturwettbewerb abgeschlossen. Gewonnen hat der Entwurf des Bremer Architekturbüros GSP.

Die Bauarbeiten sollen Mitte nächsten Jahres starten, wie es heißt. Das Ärztehaus ist ein gemeinsames Projekt der Bremer Specht-Gruppe und des Bauunternehmens Johann Bunte (Papenburg). Rund 20 Millionen Euro werden Specht und Bunte als „Ärztehaus Klinikum St.-Jürgen-Straße“ nach eigenen Angaben ins Projekt investieren. Geplant ist das Gebäude im neuen Hulsberg-Viertel gegenüber dem Klinik-Eingang an der St.-Jürgen-Straße. Aus mehreren Entwürfen wählte eine Jury die Pläne des Architekturbüros Gerlach Schneider Partner (GSP) aus. Sie werden Grundlage für das Ärztehaus sein, sagte Rolf Specht (Residenz-Gruppe, Musicaltheater).

Den Angaben zufolge hatten sechs regionale und überregionale Büros am Wettbewerb teilgenommen. Ausrichter waren Specht/Bunte in Kooperation mit der Verkäuferin des Grundstücks, der Grundstücksentwicklungsgesellschaft Klinikum Bremen-Mitte (GEG), der Klinik-Gesellschaft Gesundheit Nord (Geno) und dem Fachbereich Stadtentwicklung im Bauressort. Beteiligt war auch der Denkmalschutz. Der Siegerentwurf von GSP Architekten überzeugte die Jury durch „städtebauliche Qualität, Funktionalität und Wirtschaftlichkeit“, wie es heißt.

Mieter sollen zufrieden sein

Specht fand das Auswahlverfahren „sehr spannend“. Für ihn seien neben der Ästhetik Funktionalität und Wirtschaftlichkeit wichtig gewesen. „Wir wollen schließlich, dass die Mieter in Zukunft zufrieden sind“, sagte der „Bremer Unternehmer 2010“. Zur Zeit führt er Gespräche mit Ärzten verschiedener Fachrichtungen.

Der Wettbewerbsbeitrag von Detlef Thomsen (GSP) sieht das neue Ärztehaus als Auftakt in das neue Quartier. Es stelle ein Bindeglied zum modernen Klinikum Mitte dar. Specht: „Es wird einen wichtigen Zugang zum neuen Hulsberg-Viertel klar markieren und von den kleinteiligen und bunten Strukturen des benachbarten Viertels zu den Großvolumen des Krankenhauses überleiten.“ Das werde durch die parallele Anordnung zum Parkhaus gelingen, ist er überzeugt. Der Haupteingang zum Ärztehaus befindet sich in der Mitte. Mit einem hervorspringenden Gebäudeteil und der abgestuften Höhe soll sich das Ärztehaus an den bestehenden historischen Bauten orientieren. Der Grundriss ist flexibel gehalten und ermöglicht eine bis sieben Einheiten, heißt es. Die unterschiedlichen Fensterflächen gliedern das Gebäude horizontal, sagt der Planer. Im Erdgeschoss sind große Fensterflächen vorgesehen. Die Zu- und Ausfahrt des Parkhauses erfolgt im nördlichen Teil.

1.900 Quadratmeter großes Grundstück

Das Grundstück fürs Ärztehaus ist rund 1.900 Quadratmeter groß. Specht und Bunte hoffen, Mitte 2018 mit den Bauarbeiten beginnen zu können. Dann wird der Klinik-Neubau noch nicht fertig sein. Die Bauarbeiten verzögerten sich immer wieder, die Kosten stiegen. Zur Zeit wird der Teilersatzneubau wohl um die 358 Millionen Euro kosten. Beim ersten Spatenstich im Mai 2011 war mit Kosten von 230 Millionen Euro kalkuliert worden.

Das Hulsberg-Viertel ist der größte Entwicklungsstandort der Innenstadt. Das Klinikum Mitte, heute auf 19 Hektar Krankenhausgelände organisiert, konzentriert sich in dem neuen Baukomplex auf rund fünf Hektar. Auf den freiwerdenden 14 Hektar entsteht mitten in der Stadt ein gemischtes Quartier.

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