In Vegesack übernehmen die Nachwuchskräfte vier Wochen lang das Kommando / „Eine wertvolle Erfahrung“

Aufstieg auf Zeit für 15 Azubis im Freizeitbad

Sorgen für frischen Wind im Vegesacker Bad: Meike Anschütz (v.l.), Vincent Vorderwisch, Patrick Dill, René Grabowski, Patrick Engelkes sowie Tobias Otten (im Wasser).

Bremen - Von Viviane StrahmannBREMEN · „Ich habe bisher noch nicht gehört, dass es hier irgendwo brennt“, sagt der amtierende „Badleiter“ Patrick Engelkes. Er zählt zu den 15 Auszubildenden der Bremer Bädergesellschaft, die für vier Wochen das Kommando im Freizeitbad Vegesack übernommen haben. Das funktioniert wunderbar – beinahe jedenfalls.

Torsten Kamp kann es sich nicht verkneifen zu erzählen, dass ihm viele Gedanken im Kopf herumgehen. Er ist der eigentliche Badleiter im Freizeitbad, in diesen Tagen allerdings kann er auf tatkräftige Unterstützung zählen. Trotzdem: „Ich hatte einen Alptraum, dass etwas schief geht, aber meine Sorge war unbegründet“, erzählt er. Dann muss er lachen.

Die jungen Männer und Frauen organisieren und führen den ganzen Betrieb in Eigenregie – von der Kasse über die Badleitung bis zur Reinigung des Schwimmbades. Die Idee entstand bei einer Nachbesprechung eines vorangegangenen Projektes. „Wir haben etwas herumgesponnen. Einer hat ein bisschen salopp formuliert, dass man ja ein Bad übernehmen könnte“, berichtet Patrick Engelkes, eigentlich 23-jähriger Azubi zum Sport- und Fitnesskaufmann und gerade zuständig für die Badleitung – aktuell ist das ein Aufstieg auf Zeit.

Aus einer vagen Idee entstand ein konkretes Konzept – und damit auch die Chance, der Öffentlichkeit zu präsentieren, was hinter einem Badbetrieb für Arbeit steckt: „Viel Schriftverkehr, bei Bedarf Unfallmeldungen aufnehmen und dazu zahlreiche Kleinigkeiten“, sagt Tobias Otten, 20 Jahre alter Azubi zum Fachangestellten für Bäderbetriebe – und aktuell als Doppelspitze gemeinsam mit Engelkes als Badleiter im Einsatz. Vor allem der Dienstplan „hat es faustdick hinter den Ohren und ist eine ziemliche Herausforderung“, schmunzeln beide.

Und noch ein „Problemchen“ hat man ausgemacht: Im Team zu kommunizieren, ist manchmal gar nicht so einfach. Aber davon kann ja so manch einer ein Lied singen, eben nicht nur im Bäderbetrieb.

Neben der Leitung des Bades sind Kasse, Marketing, Reinigung und Schwimmaufsicht mit Berufsanwärtern der verschiedenen Bremer Bäder besetzt.

Einig sind sich alle: Es sei eine wertvolle Erfahrung, Verantwortung zu übernehmen, Entscheidungen selbst zu treffen und dabei auch mal einen Blick über den berühmten Tellerrand hinaus zu werfen. Auch Torsten Kamp zieht ein positives Zwischenfazit: „Die Ausbilder selbst können sich überprüfen und eventuelle Defizite in der Ausbildung sichtbar machen, damit wir diese dann weiter verbessern können.“

Seinen Höhepunkt findet das Projekt am Sonnabend, 13. Februar, ab 20 Uhr, wenn es heißt: „Schlag den Azubi!“. Badegäste, die sich vorab angemeldet haben, treten gegen einen Auszubildenden in verschiedenen Wasserspiel-Disziplinen an. Der Eintritt kostet fünf Euro, der Erlös des Abends kommt der Hortgruppe Rönnebeck der Stadtteilschule Bremen-Nord zugute.

WWW.

bremer-baeder.de

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