Bremer Häuser öffnen am 1. Juli / Gesundheitsamt: Maskenpflicht am Platz

Endlich wieder Kino gucken!

In den größten Saal des Kinos Cinestar Kristallpalast, in dem Theaterleiter Erhan Türe sitzt, passen eigentlich 600 Kinobesucher rein – mit 1,5 Metern Abstand allerdings nur 211.
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In den größten Saal des Kinos Cinestar Kristallpalast, in dem Theaterleiter Erhan Türe sitzt, passen eigentlich 600 Kinobesucher rein – mit 1,5 Metern Abstand allerdings nur 211.

Endlich wieder Filme gucken! Die Bremer Kinos öffnen ihre Säle nach der langen Corona-Pause am 1. Juli wieder.

Bremen – Auch wenn Kinos in Bremen seit 31. Mai wieder öffnen dürfen, ist der große Stichtag für Kinofreunde der 1. Juli. Denn dann erst geht es in den Kinos der Stadt los.

Ab Juli öffnen zum Beispiel der Cinestar Kristallpalast in Osterholz, das Cineplex-Cinespace an der „Waterfront“ in Gröpelingen, im Viertel Cinema Ostertor und Schauburg, Gondel (Schwachhausen) und Atlantis (Böttcherstraße) Cinemaxx am Bahnhof. Das Programmkino City 46 in der Innenstadt öffnet bereits am Donnerstag, 24. Juni.

Endlich wieder ins Kino gehen: Maskenpflicht am Platz

Doch ohne Einschränkungen geht es trotz gesunkener Infektionszahlen in der Corona-Pandemie noch nicht. So herrscht in den Kinos Maskenpflicht, auch am Platz, wie Lukas Fuhrmann, Sprecher des Gesundheitsressorts, sagt. Er verweist auf die aktuelle Corona-Verordnung, nach der in allen geschlossenen Räumen, die öffentlich oder im Rahmen eines Besuchsverkehrs zugänglich sind, Masken zu tragen sind. Das gelte auch am Platz. „Wenn Sie etwas trinken möchten, müssen Sie die Maske aber natürlich abnehmen. Dafür muss der Betreiber darlegen, wie die Infektion in diesem Fall verhindert werden kann“, so Fuhrmann.

Cinema Ostertor hofft auf Lockerungen

Andrea Settje, Geschäftsführerin beim Cinema Ostertor, fürchtet dadurch einen negativen allgemeinen Tenor. Ihr Publikum nehme allerdings ohnehin nur ein Glas Wein oder ein Bier mit zum Platz, vielleicht auch Süßigkeiten. Sie hofft, dass es bis zum Kinostart noch Lockerungen gibt. „Fürs Atmen reichen 1,50 Meter Abstand aus, hat uns die Politik im vergangenen Jahr vermittelt. Anders sieht es aus beim lauten Singen und übermäßigen Lachen. So hat man uns im letzten Lockdown erklärt, warum es damals keine Maskenpflicht am Platz gab.“

Cinestar: Auf die 600 Plätze dürfen nur 211 Besucher

Mittlerweile dürfen 250 Besucher bei Veranstaltungen im Inneren zusammenkommen. Das hilft den Kinos allerdings wenig. Der Grund ist der Mindestabstand von 1,50 Metern. Der größte Saal des Cinestar Kristallpalasts in Osterholz hat 600 Plätze. Da dürften dann nur 211 Personen rein, so Theaterleiter Erhan Türe.

Der Mindestabstand bedeute wieder nur 25 Prozent Auslastung, so Manfred Brocki, Inhaber der Programmkinos Schauburg, Gondel und Atlantis. Auch ins Cinema Ostertor dürfen auf den 120 Sitzen nur 30 bis 40 Menschen Platz nehmen. Wie viele genau rein dürften, hänge auch von der Konstellation der Besucher ab, sagt Settje. „Wenn Einzelpersonen kommen, müssen Plätze dazwischen frei bleiben.“ Der Besuch von beispielsweise 14 Einzelpersonen verhalte sich halt anders als der Besuch von sieben Pärchen.

Oliver Fock, Geschäftsführer beim Cinestar, verwies auf ein seit Mitte Mai laufendes Modellprojekt im Cinestar Stadthalle Lübeck. Das habe gezeigt, dass die Hygienekonzepte des Unternehmens „reibungslos funktionierten“, die Lüftungsanlagen eine gute Luftqualität sicherstellten und mehr.

Blick auf das Bremer Kino Schauburg: Am 1. Juli dürfen wieder Besucher kommen.

Erhan Türe vom Cinestar freut sich, dass es keine nächtliche Ausgangssperre mehr gibt. So könne es Spätvorstellungen geben. In die Säle geht es, geleitet von Bodenmarkierungen, per Einbahnstraße. An den Verkaufsständen sollen Trennwände angebracht werden. Türe geht davon aus, dass auch der eingeschränkte Betrieb sich lohnen wird.

Ab ins Kino: Filme gibt es reichlich

Immer wieder ist im Gespräch mit den Kinobetreibern zu hören, dass ein großes Angebot an Filmen da sei. Manfred Brocki meint sogar: „Es ist ein völliges Überangebot an Filmen da.“ Es sei „ohne Ende“ weiterproduziert worden.

In der Schauburg sind unter anderem „Nomadland“ und „Judas and the black messias“ zu sehen, im Atlantis „Ich bin Dein Mensch“ und „Rosas Hochzeit“, im Atlantis „Nomadland“, „Ich bin Dein Mensch“, „Rosas Hochzeit“ sowie „Neues aus der Welt“. Das Cinema Ostertor öffnet mit der Dokumentation „Vor mir der Süden“. Das Cineplex Cinespace zeigt unter anderem „Peter Hase 2 – Ein Hase macht sich vom Acker“ und „Nobody“. Im Cinestar-Kristallpalast sollen mehr als elf Filme anlaufen, darunter „Peter Hase 2“. Auch das Cinemaxx kündigt bundesweit neueste Filmhighlights an, darunter „A quite place 2“ oder auch „Fast & furious 9“. Ab 24. Juni zeigt das Programmkino City 46 die Filme „Verplant“ und „Mai – Die dritte Frau“, ab Sonnabend läuft „Jim Knopf und die Wilde 13“.

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