Fahrgastzahlen und Fahrgeldeinnahmen steigen

VBN „auf gutem Kurs“

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Schnittpunkt „Am Brill“: Die Haltestelle steuern Straßenbahnen, Linienbusse der Bremer Straßenbahn AG sowie Regionalbuslinien an.

Bremen - Von Jörg Esser. „Busse und Bahnen im Nordwesten sind weiterhin auf einem guten Kurs“, sagt Rainer Counen, Geschäftsführer des Verkehrsverbunds Bremen/Niedersachsen (VBN). 2016 beförderten 35 Verkehrsunternehmen 173,2   Millionen Fahrgäste und damit 700.000 mehr als ein Jahr zuvor durchs 9075 Quadratkilometer große VBN-Land. Die Fahrgeldeinnahmen wurden um 4,3 Prozent auf 214,7 Millionen Euro gesteigert.

„Der leicht positive Trend hat sich im ersten Quartal fortgesetzt“, sagt Counen. Zuwachsbringer seien vor allem die Städte – Oldenburg mit plus 14 Prozent und Bremen mit plus drei Prozent. Es läuft. Und dafür setzt die VBN verstärkt auf soziale Medien und auf dynamische Fahrgastinformationsanzeigen, auf Fahrplanauskünfte mit Echtzeitdaten, auf die bundesweite Vernetzung mit anderen Regionen sowie Verkehrsverbünden und damit auf die Initiative „Mobility Inside“. Das „Handy-Ticket“ gewinnt an Bedeutung – die Zahl der über das Smartphone verkauften Fahrkarten stieg auf rund 75 000 Stück, die Zahl der Kunden auf fast 30.000. Immer mehr VBN-Kunden setzen zudem auf Monatstickets im Jahresabo („Mia“).

So weit, so gut. Und das VBN-Land wächst weiter. Anfang 2016 ganz im Norden um die Stadt Geestland und die Gemeinde Wurster Nordseeküste. 2018 dehnt sich das Gebiet im Osten des Landkreises Rotenburg (Wümme) aus. Die Stadt Visselhövede und die Samtgemeinde Bothel stoßen hinzu.

Der VBN bringt die Busse auf die Straße, die Bahnen auf die Gleise, die Züge auf die Schienen. Aufgabenträger für den öffentlichen Personennahverkehr im VBN-Land ist der Zweckverband Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen, kurz ZVBN. Darin sind vier Städte und sechs Landkreise zusammengeschlossen. Diese zahlen in einen Fonds, aus dem der ZVBN Geld ausschüttet. Für das laufende Jahr seien knapp sieben Millionen Euro bewilligt, sagt ZVBN-Geschäftsführer Christof Herr. 2016 flossen knapp vier Millionen Euro, 2,2 Millionen in Leistungsverbesserungen auf Buslinien, 620.000 in Verbesserungen an Haltestellen und Bahnhöfen, 550.000   in die Marktforschung sowie 330.000 in Fahrgastinformationen.

Auch am Liniennetz wird weiter gebastelt. Regionalbuslinien sollen zu Landesbuslinien aufgewertet werden. Seit Anfang Mai verbindet die Schnellbuslinie S 35 Westerstede und Oldenburg. Auch auf den Strecken von Bruchhausen-Vilsen nach Syke, von Wildeshausen nach Oldenburg, von Diepholz nach Sulingen, von Sulingen nach Bassum und von Bremen nach Zeven sollen zukünftig Landesbuslinien verkehren. Und auch für die Linie 670 vom Künstlerdorf Worpswede in die Hansestadt gebe es konkrete Überlegungen, sagt Herr.

Auch die Fahrpreise sind ständig in Bewegung. Zum Jahreswechsel wurden die Fahrpreise im Schnitt um 1,7  Prozent erhöht. Ein Einzelticket für die Straßenbahnfahrt in Bremen kostet für Erwachsene mittlerweile 2,75 Euro. Mit dem neuen Jahr gibt es auch neue Preise. Darüber entscheiden die Gremien im September. Counen: „Es wird eine Fahrpreisveränderung geben.“

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