Von Thomas Kuzaj

Auch der Hund ist verletzt

Bremen - · Kunst I: „Abstrakt – additiv.“ Unter diesem Titel zeigt die Bremer Künstlerin Brigitte Tüttelmann ihre Bilder jetzt in der Galerie Brunnenhof des Krankenhauses St.-Joseph-Stift in Schwachhausen.

Tüttelmann studierte Malerei und Grafik in Bremen und arbeitete von 1974 bis 2005 als Kunsterzieherin am Gymnasium in Ganderkesee. Seit dem Jahr 2001 ist sie zudem freie Mitarbeiterin der Bremer Kunsthalle. Ihre abstrakten Arbeiten bleiben bis zum 17. Juni im Brunnenhof. Die Ausstellung ist dort täglich von 8 bis 19 Uhr zu sehen, erklärte eine Kliniksprecherin.

· Kunst II: Bausenator Reinhard Loske (Grüne) ist ja neuerdings auch für Bronzeschweine zuständig – jedenfalls dann, wenn diese in der Sögestraße stehen und von Reinigungsfahrzeugen der Entsorgung Nord (ENO) gerammt und verletzt wurden. Wie ausführlich berichtet, war ein später in Anlehnung an ENO auf den Namen „Enold“ getauftes Ferkel jüngst auf diese Weise verletzt worden. Die Polizei stellte das Tier sicher in den Revierräumen der Innenstadt wache auf – Bronze ist schließlich auch bei Nicht-Kunstkennern begehrt. Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) erschien dann höchstpersönlich, um das Ferkel in die Obhut von Bausenator Loske zu geben. In dessen Zuständigkeitsbereich liegt die ENO. Inzwischen geht es „Enold“ wieder gut, und er steht wieder an seinem Platz. Das ging schnell. Ganz so, wie Loske es versprochen hatte – schließlich ist die im Jahr 1974 von dem Bildhauer Peter Lehmann geschaffene Skulpturengruppe eine Attraktion bei Bremern und Bremen-Besuchern – quer durch alle Generationen.

Zu Lehmanns Gruppe gehört – neben Ferkeln, ausgewachsenen Schweinen und einem Hirten – auch ein Hund. Der Hirtenhund. Als der von seiner Verletzung kurierte „Enold“ wieder an seinen Platz kam, wurde festgestellt, dass auch der Hirtenhund verletzt war. Damit erweiterte sich Loskes Zuständigkeitsbereich erneut. „Die ENO hat die Schäden am Hund festgestellt und sofort zugesagt, auch diesen auf ihre Kosten restaurieren zu lassen. So stehen bald alle Tiere wieder an ihrem angestammten Platz“, erklärte der Senator gestern. Wer den Hund angefahren hat, sei nicht zu ermitteln gewesen. ENO-Geschäftsführer Volker Ernst: „Voraussichtlich steht der Hund in diesem Monat wieder unverletzt bei den Schweinen, um mit dem Hirten auf diese aufzupassen.“

Kritik an der senatorischen Sorge um Bronzetiere kam gestern von der Fraktion der Linken. Die Sorge nehme „Ausmaße an, die kein vernünftiger Mensch mehr begreifen kann“, sagte der Abgeordnete Peter Erlanson.

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