Architekturstudenten Lisa Borowski und Irina Zerr gewinnen Wettbewerb um Ellener Hof

Altes und Neues kombiniert

Lisa Borowski (Mitte) umringt von der vierköpfigen Jury: Michael Frenz (v.l.), Josefa Weth, Alexander Künzel und Ulrich Schlüter.
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Lisa Borowski (Mitte) umringt von der vierköpfigen Jury: Michael Frenz (v.l.), Josefa Weth, Alexander Künzel und Ulrich Schlüter.

Bremen - Den Gedanken freien Lauf lassen und neue Perspektiven für das neun Hektar große Gelände Ellener Hof in Osterholz entwickeln – das war die Aufgabe für 24 Studenten des Fachbereichs Architektur an der Jade Hochschule Wilhelmshaven, Oldenburg, Elsfleth. Entstanden sind elf ganz unterschiedliche Arbeiten, die zeigen, wie die Bebauung und Wegführung auf dem Areal zukünftig aussehen könnte. Das Modell von Lisa Borowski und Irina Zerr überzeugte die vierköpfige Jury im dem mit 600 Euro dotierten Wettbewerb der Bremer Heimstiftung.

Zur Jury gehörten neben dem Bauherrn Alexander Künzel, Vorstandschef der Bremer Heimstiftung, Stadtplanerin Josefa Weth, Michael Frenz, Präsident der Architektenkammer Bremen, und Ulrich Schlüter, Ortsamtsleiter Osterholz. Das Bebauungskonzept sei stimmig, zum Beispiel im Hinblick auf die Erschließung neuer Straßen, habe eine gute öffentliche Wirkung und verleihe dem Quartier eine neue, attraktive Prägung, heißt es in der Begründung der Jury. Im Entwurf sind vorhandene Einrichtungen wie das Jugendzentrum, der Kindergarten, die Seniorenwohnanlage und der historische Bauernhof auf einer Achse miteinander verbunden. Was an Gebäudealtbestand erhalten bleibt, wird mit Wohnraum für Jung und Alt, Streichelzoo, Café sowie einer Promenade am Wasser kombiniert.

„So entsteht ein Quartier, in dem sich alle Generationen wohlfühlen und in guter Nachbarschaft leben. Genau dafür stehen wir als Bremer Heimstiftung“, erklärte Alexander Künzel, als er den Gewinnerinnen das Preisgeld von 300 Euro überreichte.

Lisa Borowskisagte: „Toll, dass unsere Arbeit so belohnt wurde. Damit hatten wir gar nicht gerechnet.“ Platz zwei schafften Fenja Jürgens, Arne Köller und Janke Sanders, bei der die Entwicklung einer Parklandschaft das zentrale Thema stellt. Platz drei ging an Welat Etdöger und Falal Hachem für ihr „Ying-Yang- Konzept“ mit dem Zusammenspiel unterschiedlich proportionierter Baukörper.

Bei der Aufgabenstellung war Prof. Hartmut Stechow, der die angehenden Architekten im Fach Städtebau unterrichtet, ein Realitätsbezug wichtig, wie er sagte. Er suchte ein großflächiges, innerstädtisches Areal und nahm Kontakt mit Josefa Weth von der Bremer Baubehörde auf. Diese schlug ihm drei Baugebiete vor – die Wahl Stechows fiel nicht ohne Grund auf den Ellener Hof: „Hier gibt es bereits Gebäude, eine Infrastruktur und viel ‚Drumherum‘. Somit ist es aus städtebaulicher Sicht schon eine kleine Herausforderung, sich diesem Gebiet zu widmen.“

Künzel freute sich: „Ein Grundstück dieser Dimension ist gar nicht leicht in den Griff zu kriegen. Deshalb war die Zusammenarbeit mit der Hochschule für uns ein Geschenk des Himmels. Wir haben sozusagen Ideen frei Haus geliefert und eine Vorstellung von dem bekommen, was alles geht.“ Die Ideen könnten in die weitere Planung der Architekten einfließen.

gn

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