Aus gegebenem Anlass: Der Kajenmarkt von A bis Z / 25. Saison dauert bis Anfang Oktober

Arbeitssocken und Shanty-Chöre

Auf der Bühne: Musik. Rundherum: Menschen.

Bremen - Von Thomas Kuzaj· Es ist wieder soweit. Der Kajenmarkt hat begonnen – und das einmal mehr unter großer Anteilnahme von Besuchern aus Bremen und Umgebung. Was macht die Buden, Bühnen und Stände so attraktiv? Vielleicht hilft das Kajenmarkt-ABC, dies zu ergründen.

A wie Arbeitssocken. Ein typischer Kajenmarkt-Artikel – wo findet man so etwas sonst? Neben Arbeitssocken (grau) gab es gestern auch Sportsocken (weiß) und Kuschelsocken (weich, teurer).

B wie Bier. Ein klassisches, zum Küstenklima passendes Kajenmarktgetränk – siehe auch W.

C wie Cappuccino. Den gibt es auch auf der Marktmeile am Bummel-Boulevard Schlachte. Hier wird nicht nur Bier getrunken.

D wie Drängelei. Es kann schließlich schon mal eng werden vor der Bühne oder zwischen den Ständen.

E wie Eis. Besser abseits des größten Gedränges zu genießen!

F wie Fisch. Ein Kajenmarkt-Muss. „Frisch aus dem Rauch“ ebenso zu haben wie frisch aus der Pfanne. Wer keinen Fisch probiert hat, was nicht auf dem Kajenmarkt.

G wie Gerüche. Düfte verbreiten sich schnell an der Weser, nicht nur wegen des Fischs. Da duftet es nach Knipp und Bratkartoffeln, dort setzt der Asien-Imbiss seine unverkennbaren Duftmarken.

H wie Historie. Der Kajenmarkt ist ein Kind der 80er. Er stammt also aus einer Zeit, als Bremen der Weser noch den Rücken kehrte und die Schlachte Hinterhofcharakter hatte. Der erste Kajenmarkt war im Jahr 1986 also eine Pioniertat, was die Weiderentdeckung der Weserseite angeht.

I wie Institution – genau das ist der Markt heute.

J wie Jazz. Gehört hier traditionell zum Musikprogramm.

K wie Kunsthandwerk. Ein ebenso traditioneller Teil der Angebots-Mischung – Taschen, Schmuck, Geschenke.

L wie Langeweile. Soll hier unbekannt sein, sagen Stammbesucher.

M wie Musik. Live gespielt, animiert sie zum Mitsummen, Mitsingen und bisweilen gar Mitschunkeln.

N wie Nistkasten. Noch so ein Kajenmarkt-Artikel, wie man ihn sonst kaum findet. Für Liebhaber.

O wie die „Oll‘n Handwarker ut Worphusen“. Sie zeigen ihre historischen Künste regelmäßig auf dem Markt.

P wie Publikum. Es ist treu. Und man fragt sich immer, was all diese Menschen in der Wintersaison machen.

Q wie Quatsch. Ist auch ein typischer Teil des Angebots. Oder trägt tatsächlich jemand T-Shirts mit Aufschriften wie „Achtung, Morgenmuffel“?

R wie Rauch – siehe F.

S wie Shanty-Chöre. Sorgen stets für Hochstimmung an der Weser.

T wie Termine. Am Sonnabend, 8. Mai, tritt ab 11.30 Uhr das „Gordon Acoustic Trio“ auf. Am Sonnabend, 15. Mai, kommt das Blasorchester Kirchweyhe – ebenfalls ab 11.30 Uhr. Die 25. Kajenmarkt-Saison endet wieder mit einem Doppel-Termin – am 2. und 3. Oktober, wobei am 3. Oktober in Bremen auch die zentralen Einheits-Feiern sind.

U wie Uhrzeit. Der Kajenmarkt dauert jeden Sonnabend von 10 bis 16 Uhr.

V wie Verbote. Verboten ist es, sich nicht von der Stimmung mitreißen zu lassen. Dann werden Stammbesucher schon mal sauer.

W wie Wein. Ein Weintreff hat sich ebenfalls zu einem Kajenmarkt-Klassiker entwickelt.

X, Y, Z – so endet das Alphabet. Und wir schließen mit der Beobachtung, das der Kajenmarkt alle Generationen anspricht. Wenn auch nicht immer gleichermaßen. Als Beispiel möge eine kleine Szene von gestern dienen. Die Mama: „Schatzi, guck doch mal! Hmm! Möchtest Du die leckeren getrockneten Bananen probieren?“ Die Tochter: „Nein.“

WWW.

grossmarktbremen.com/kajenmarkt.html

schlachte.de

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