Ausstellung in Parlament und Institut Français

Arabiens Konflikte in „Graphic Novels“

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„Graphic Novels“ und Comics zur aktuellen Situation in Arabien sind demnächst im Haus der Bürgerschaft und im Institut Français zu sehen – hier eine Arbeit von Léna Merhej. 

Bremen - Von Thomas Kuzaj. „Glückliches Arabien?“ Die Frage, sie liegt bereits im Titel dieser „Graphic-Novel“-Ausstellung, die nun an gleich zwei Orten in Bremen zu sehen sein wird – im Haus der Bürgerschaft (Marktplatz) und im Institut Français an der Contrescarpe. In dem Gemeinschaftsprojekt geht es darum, „wie Bilder von Kunst und Konflikten erzählen“, sagen die Organisatoren.

„Arabia Felix – so hieß früher die Region, die heutzutage durch Konflikte die Medien beherrscht“, heißt es in einer Vorschau des Institut Français. Glückliches Arabien? Was „Graphic-Novel“-Autoren und Comiczeichner wie Zeina Abirached, Léna Merhej, Cyrille Pomès und Lamia Ziadé dazu zu sagen haben, soll die Ausstellung ausloten und präsentieren. Die Künstler arbeiten in französischer Sprache. Sie alle kennen Syrien, den Libanon und Ägypten gut.

Im Institut Français wird die Ausstellung am Mittwoch, 15. November, um 19 Uhr eröffnet. Merhej und Pomès sind mit von der Partie – wie auch Bürgerschaftspräsident Christian Weber. Zu sehen sind die Arbeiten in den Räumen an der Contrescarpe und im Haus der Bürgerschaft dann bis zum 22. Dezember sowie am 2. und 3. Januar 2018 (Montag bis Freitag 10 bis 17 Uhr; geschlossen vom 5. bis 7. Dezember).

Eine „Winterreise“ in der Kammer

„Winterreise/Nirgendwo“ – unter diesem Titel zeigt die Galerie im Foyer der Arbeitnehmerkammer (Bürgerstraße 1, Innenstadt) bis zum 28. Februar 2018 Siebdrucke der Künstlerin Kornelia Hoffmann. Die für die Ausstellung angefertigten Siebdrucke entstammen einer multimedialen Installation zu Schuberts „Winterreise“, so Kammer-Sprecher Jörg Hendrik Hein. „Der Bremer Musiker Mathias Entrup hatte hierfür Schuberts Lieder für ein Jazz-Quartett neu arrangiert – ein Projekt, das mit Unterstützung der Arbeitnehmerkammer realisiert wurde“.

Anno 1827 komponierte Franz Schubert (1797 bis 1828) nach Texten von Wilhelm Müller (1794 bis 1827) mit der „Winterreise“ einen der bekanntesten Liederzyklen der Romantik. „In 24 Liedern werden verschiedene Fragen der Heimatlosigkeit, Einsamkeit, Ausgrenzung, des Umherirrens, des Nichtankommens und der Resignation thematisiert“, heißt es bei der Kammer.

Und weiter: „Kornelia Hoffmann greift in ihren Collagen die rätselhaften Botschaften der ,Winterreise‘ von missglückter Liebe, Irrfahrt und Trauer auf, ergänzt durch Ausschnitte aus dem ,Jahrbuch der Astronomischen Nachrichten‘ von 1827.“ Deutsche Romantik pur also in der Kammer-Galerie – mit den Mitteln der Gegenwartskunst.

Daisy Chapman stellt neues Album vor

Zu einem „Special“ des Netzwerks „Songs and Whispers“ kommt die Singer-Songwriterin Daisy Chapman am Sonnabend, 25. November, in den schönen Sendesaal an der Bürgermeister-Spitta-Allee. Ihr Auftritt beginnt um 20 Uhr.

Gemeinsam mit der Violinistin Sue Lord präsentiert Chapman (Gesang, Klavier) Songs aus ihrem neuen Album „Good Luck Songs“. Eintrittskarten für den Abend kosten nach Angaben einer Sprecherin 18 Euro, ermäßigt zehn Euro.

„Good Luck Songs“ ist nach „The Green Eyed“ (2009) und „Shameless Winter“ (2013) Daisy Chapmans drittes Studioalbum. Wie auch die Vorgänger wurde es von Ali Chant (PJ Harvey, John Parish, Gruff Rhys) in Bristol aufgenommen. „Chapmans einzigartige Stimme erhebt sich hier kraftvoll über dramatische Streicherarrangements, während sie mit ihrem Klavierspiel besticht“, heißt es bei „Songs and Whispers“. Das Album erscheint am 24. November.

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