„Apassionata“-Show „Im Bann des Spiegels“ überzeugt in der Stadthalle

Rasante Reitkunst

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Akrobatik hoch zu Ross.

Bremen - Von Viviane Reineking. Zwischen Wünschen und Wirklichkeit, zwischen rasanter Reitkunst und zauberhaften Freiheitsdressuren bewegt sich die aktuelle „Apassionata“-Show „Im Bann des Spiegels“. Knapp 15000 Besucher haben die drei Vorstellungen am Wochenende in der Stadthalle (ÖVB-Arena)besucht.

Behütet und idyllisch ist das Leben der Schwestern Amy und Tracy. Symbolisiert wird ihre heile Welt durch die unbekümmert umhertollenden fünf Welshponys von Kerstin Brein, die über Tischchen und Hindernisse springen – oder frech unter ihnen hindurchlaufen. Oder durch den hochherrschaftlich übers Parkett tänzelnden schwarz-weißen Barockpinto-Hengst „Bonte Willem van Nassau“, der zum ersten Mal in der Show zu sehen ist.

Auf dem Weg ihrer Entwicklung aber geraten die Mädchen hinein in das unergründliche Reich der Spiegelherrin und verlieren sich darin. An fantastischen Orten begegnen sie den Optionen ihres Daseins, erleben sowohl die dunkle als auch die helle Seite und müssen herausfinden, wer sie wirklich sind.

Während ihres Abenteurers verschlägt es die Mädchen in den Dschungel, wo die „Voltigeurs du Monde“ ihre waghalsigen Kunststücke auf dem Rücken ihrer mexikanischen Azteken zeigen – bei schnellem Galopp, versteht sich. Manch Zuschauer hält die Luft an, als sich zwei Trickreiter mit ihren Pferden einmal gefährlich nahe kommen. Das Dunkle der Seele zeigt sich beim Auftritt der „Equipe Sebastián Fernández“. Mit an die „Garrocha“ erinnernden leuchtenden Stäben zeigt das Trio auf seinen iberischen Pferden Elemente der als „Doma Vaquera“ bekannten Reitweise spanischer Rinderhirten. Als kühle Wächter hütet die „Equipe Luis Valença“ mit ihren barocken Lusitanos das gläserne Schloss und zeigt mit Levade und der anspruchsvollen Kapriole alle Facetten der Hohen Schule.

Zum ersten Mal mit dabei, sorgt Westernreiterin Nina Lill als Nebelfängerin für große Augen, als sie Schnelligkeit und Perfektion beim „Spin“ verbindet, einer 360-Grad-Drehung auf der Hinterhand ihres Pferdes. Dass auch Kaltblüter anspruchsvolle Dressuren erlernen können, zeigen die „Gentle Giants“, die sanfte Riesen genannten Shire Horses der Holländerin Daphne de Visser.

„Im Bann des Spiegels“ überzeugt auch mit kreativen Bühneneffekten. Toll anzusehen, wie Trockeneis über die Showfläche wabert und sie in ein Meer verwandelt. Auf ihn haben die „Apassionata“-Fans lange gewartet: Nur mit Stimme und Körpersprache zeigt „Seelenflüsterer“ Alex Giona mit seinen acht Schimmeln eine Freiheitsdressur mit Gänsehautfaktor.

Bei „Im Bann des Spiegels“ setzen die Macher der Show wieder auf altbekannte Elemente. Trotzdem bescherten die zwei- und vierbeinigen Akteure ihnen einige berührende wie unterhaltsame Szenen. Tosenden Applaus gab es von den knapp 5500 Pferdefreunden gestern Nachmittag zwar nicht, die vielen Kinderaugen aber strahlten auf dem Weg nach Hause.

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