Linke belagern Lokal

Wütender Protest gegen Impfkritiker: Großeinsatz für Bremer Polizei

Die Bremer Polizei hatte am Wochenende alle Hände voll mit Impfkritikern auf der einen und linken Gruppierungen auf der anderen Seite zu tun. Symbolfoto: dpa
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Die Bremer Polizei hatte am Wochenende alle Hände voll mit Impfkritikern auf der einen und linken Gruppierungen auf der anderen Seite zu tun. Symbolfoto: dpa

Am Wochenende sind in Bremen mehrfach Impfkritiker auf die Straße gegangen. Im Gegenzug mobilisierten sich linke Gruppierungen. Die Polizei musste mit einem Großaufgebot eingreifen.

Bremen – Etwa 50 Menschen haben am Sonnabend ein Lokal im Viertel belagert, weil sie dort sogenannte Querdenker vermuteten. Sie skandierten Parolen wie „Nazis raus“ und „Alerta Alerta Antifascista“, berichtete ein Polizeisprecher. Die Polizei hatte alle Hände voll zu tun, die Gemüter zu beruhigen. Die Straße Vor dem Steintor wurde teilweise gesperrt.

Und auch am Sonntagnachmittag taten Impfskeptiker in verschiedenen Gruppen ihre Meinung kund, diesmal in Findorff, und linke Bündnisse fanden sich als Gegenpol zusammen.

„Spaziergang“ vor der Kunsthalle

Gegen 14 Uhr hatte es am Sonnabend einen „Spaziergang“ von etwa 30 Impfkritikern vor der Kunsthalle gegeben, so die Polizei. Dabei war ein Schild mit der Aufschrift „Impfpflicht, nein, danke“ zu sehen. Parallel dazu machte die linke Szene mobil. Den Angaben zufolge formierte sich eine größtenteils schwarz gekleidete und zum Teil vermummte Gruppe mit 40 bis 50 Teilnehmern. Die Gruppen gingen verbal aufeinander los. Um Ausschreitungen zu verhindern, trennte die Polizei die Parteien und sicherte den Bereich, wie es hieß.

Bremer Polizei sperrt Straße und schützt Gäste

Die Spaziergänger mit dem Schild gaben auf Nachfrage der Polizei an, keine Versammlung durchzuführen und entfernten sich. Keine zwei Stunden später bauten sich 40 bis 60 Menschen vor dem Lokal im Viertel auf, so Polizeisprecher Bastian Demann. Grund: Sie wollten vier Gäste ausgemacht haben, die sie der Querdenker beziehungsweise rechten Szene zuordneten.

Den Angaben zufolge rief die linke Szene wieder über soziale Medien dazu auf, zum Restaurant zu kommen und den Protest gegen die vier Gäste zu unterstützen. Die Polizei, so der Sprecher, rief Verstärkung, da die „Grundstimmung aufgeheizt und aggressiv war“. Die Beamten sicherten mit einem Großaufgebot den Bereich. Als schließlich die vier Kunden das Lokal verließen und in ein Taxi stiegen, begleitete die Polizei sie. Sowohl aufs Taxi als auch auf ein Polizeiauto flogen aus der Menge heraus Flaschen, einige Demonstranten mussten zurückgedrängt werden.

Am Sonntag gegen 15 Uhr gingen etwa 100 Menschen in Findorff auf die Straße, unter anderem zeigten sie ein Schild mit der Aufschrift „Friede, Freiheit, keine Diktatur“, so die Polizei. Sie kamen schließlich der Aufforderung der Polizei nach, die Versammlung zu beenden. Derweil hatten sich erneut linke Gruppen über soziale Medien vernetzt, skandierten auf der Straße Parolen. Eine Person kam in Gewahrsam, weil sie versucht hatte, einen Polizisten umzureißen, berichtete Demann.

Insgesamt schrieb die Bremer Polizei an beiden Tagen diverse Anzeigen.

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