Zu Gast in Bremen

Andrea Nahles beim Schafferinnenmahl:„Nichts ist für immer errungen“

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Andrea Nahles mit der Ersten Schafferin Shantha Chaudhuri (l.) und Sabine Bomeier (r.), Zweite Schafferin.

Bremen - Von Viviane Reineking.  Andrea Nahles, Partei- und Fraktionsvorsitzende der SPD, war am Donnerstagabend Gastrednerin zum Thema „100 Jahre Frauenwahlrecht“ beim 44. Schafferinnenmahl im Haus der Bürgerschaft. Ausgerichtet wurde die Netzwerkveranstaltung – ein Gegenpart zur Schaffermahlzeit, an der bis zum Jahr 2015 keine Frauen teilnehmen durften – von der Bremer Landesorganisation der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratische Frauen (ASF).

Deren Vorsitzende und Erste Schafferin Shantha Chaudhuri und Autorin und Journalistin Sabine Bomeier, Zweite Schafferin, luden 100 Frauen ein, zu diskutieren, zu netzwerken und gemeinsam zu essen. Nach der Vorsuppe gab es laut Bomeier Ragout Fin und zum Dessert – ganz bodenständig – Rote Grütze mit Vanillesoße. Jede Frau darf nur einmal am Schafferinnenmahl teilnehmen, das in jedem Jahr unter einem anderen – frauenpolitischen – Thema steht.

 „Gleichstellung ist kein Automatismus“, sagte Nahles denn auch auf die Frage, ob es heute so etwas wie eine Protestveranstaltung überhaupt noch geben müsse. Und: „Nichts, was errungen worden ist, ist für immer errungen.“ Beim Thema Gleichberechtigung sei eher ein „Roll-back“, also eine Rolle rückwärts, zu verzeichnen, so Nahles. Wer beim CDU-Parteitag am heutigen Freitag in Hamburg das Rennen um Angela Merkels Nachfolge als Parteivorsitzende machen werde, dazu wollte sich die SPD-Frau nicht äußern: „Ich mische mich nicht ein, biete allen eine gute Zusammenarbeit an.“

Ins Leben gerufen wurde das Schafferinnenmahl 1975. Dabei gehe es der ASF darum, Frauen zu ehren, die nicht ständig in der Öffentlichkeit präsent seien, aber trotzdem einen wertvollen Beitrag zum Gelingen der Gesellschaft leisteten, heißt es.

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