„Altes Sportamt“: Hauseigentümerin trifft sich mit Besetzern

Vorerst keine Räumung

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Zahlreiche Unterstützer haben in den vergangenen Tagen ihre Solidarität mit den Besetzern des „Alten Sportamts“ in der Pauliner Marsch bekundet.

Bremen - Zahlreiche Unterstützer haben in den vergangenen Tagen ihre Solidarität mit den Besetzern des „Alten Sportamts“ in der Pauliner Marsch bekundet: „Blockupy“, das „Zuckerwerk“, die „Grüne Jugend“, Linkspartei – auch der Beirat Östliche Vorstadt und das Ortsamt wollen sich dafür einsetzen, dass der Verein „Klapstul“ das Gebäude hinter dem Weserstadion zukünftig dauerhaft nutzen darf.

Und nun hat sich auch die Hauseigentümerin Immobilien Bremen (IB) etwas bewegt: Heute wird sie sich mit den Hausbesetzern treffen. Vor wenigen Tagen hatte IB-Sprecher Peter Schulz gesagt, dass man auf eine polizeiliche Räumung verzichten wolle.

Die jungen Leute kritisieren, dass sie vom Ende der Zwischennutzungserlaubnis für das Sportamt nur „per Gerücht“ erfahren hätten. Dazu sagte Schulz: „Wir haben mehrfach versucht, zu der Gruppe Kontakt aufzunehmen, aber das ist uns leider misslungen.“ Das wiederum verstehen die Besetzer nicht. Sie würden auf IB warten, heißt es. Inzwischen hat Immobilien Bremen die Besetzer erreicht. Heute, Donnerstag, will sie sich mit den jungen Menschen treffen und bis dahin das Haus auch nicht räumen lassen. „Das ist uns zugesagt worden. Also sind die Sportamts-Tore vorerst auch wieder geöffnet“, sagt eine Besetzerin.

Der Verein „Klapstul“ nutzt seit 2011 das „Alte Sportamt“ für Kulturveranstaltungen und einen „Umsonstladen“ während der Sommermonate. Außerhalb der Saison ist eine Nutzung untersagt, weil das Gebäude im Überschwemmungsgebiet der Weser liegt. Die Nutzungserlaubnis wurde von IB immer wieder neu für jeweils einen Sommer erteilt, teilweise erst unmittelbar vor Beginn der Saison. Die Besetzer fordern eine langfristige Perspektive fürs „Alte Sportamt“.

Ob Immobilien Bremen bereit ist, ihnen entgegenzukommen, lässt Schulz nicht durchblicken: „Wir müssen das Gespräch abwarten“, sagt er. „Fest steht, dass das Ganze natürlich mit finanziellen Aspekten verbunden ist, denn irgendjemand müsste für die Kosten des Gebäudes aufkommen – bisher war das Immobilien Bremen.“

sch

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