Alternative Freizeitgestaltung

Bremer Bäder ziehen Bilanz

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Ein trügerisches Bild: Der Sommer im Norden war schlecht. Die Freiluft-Bilanz der Bremer Bäder fällt daher ernüchternd aus.

Bremen - Sommer in Bremen? Der ist in diesem Jahr gefühlt ausgefallen. Bestätigt wird dies durch die Bilanz der Bremer Bäder-Gesellschaft: Die Freibadsaison war alles andere als befriedigend und die Freibäder hatten noch einmal 35 Prozent weniger Besucher als im vergangenen Jahr.

Viele Veranstaltungen, eine lange Freibadsaison und gutes Wetter – das sollten die Faktoren für eine gute Bilanz sein. Nur: Auf letzteren hatte die Bäder-Gesellschaft keinen Einfluss.

Der Sommer blieb schlicht aus. Nur ein heißer Tag konnte in Bremen registriert werden, die Sonne ließ sich kaum blicken. Weniger als 100. 000 Besuche – das ist die ernüchternde Bilanz, die die Bremer Bäder-Gesellschaft nach Abschluss der Freibadsaison ziehen muss. In den Zahlen enthalten sind das Horner Bad, das Stadionbad, das Freibad Blumenthal und der Freibadbereich des „Schloßparkbades“. Für die Außenbereiche des Freizeitbades Vegesack und des Westbades konnten separat noch einmal knapp 20 .000 Besuche erfasst werden. Das erklärte eine Sprecherin gegenüber unserer Zeitung.

Schönwetterperioden Mangelware

2016 haben von Anfang Mai bis Mitte September mehr als 145 .000 Gäste die vier Freibäder aufgesucht. „Trotz des vorzeitigen Saisonstarts im Stadionbad am 1. Mai und den damit verbundenen zusätzlichen Öffnungstagen haben sich die Bremer auch bei besserem Wetter für alternative Freizeitmöglichkeiten entschieden. Die Vergangenheit zeigt, dass unsere Kunden in der Regel zwei Tage Vorlaufzeit benötigen, bis sie in ein Freibad gehen – und Schönwetterperioden waren in diesem Jahr leider Mangelware“, schlussfolgert die Geschäftsführerin der Bädergesellschaft, Martina Baden. Die Freibadsaison dauerte in diesem Jahr 123 Tage, 2016 waren es 107 Tage. Doch auch das nutzte bei dem schlechten Wetter nichts  – ebensowenig wie zahlreiche kleine und große Aktionen sowie Veranstaltungen wie das Familienfest im Horner Bad, die die Bäder-Gesellschaft durchführte.

Die Zahlen der einzelnen Bäder: Von Mai bis August wurden im Stadionbad mehr als 39.000, im Horner Bad knapp 22.000, im Freibad Blumenthal rund 12.000 und im Open-Air-Bereich des „Schloßparkbades“ mehr als 21.000 Besuche gezählt. Das ergibt allein im Vergleich zum (noch nicht einmal guten) vergangenen Jahr ein Einnahmenloch von mindestens 150 .000 Euro. Eine genaue Höhe nannte die Sprecherin auf Nachfrage nicht. „Wir haben nur ein Gesamtbudget für alle Bäder. Wir differenzieren nicht. Wenn also an einer Stelle Umsätze ausbleiben, müssen wir an anderer Stelle sparen“, sagte sie.

Den Angaben zufolge ist in einem durchschnittlich guten Sommer im Stadionbad und Horner Bad mit jeweils 60. 000 Eintritten zu rechnen. Im Freibad Blumenthal kann dann mit rund 20. 000 Besuchern kalkuliert werden – und im „Schloßparkbad“ mit etwa 45.000. sk

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