Top-Adresse in der Kommunikationsbranche

Günthner besucht „Alte Schnapsfabrik“: „Alter Senator“, jüngerer Senator

Ortstermin in der „Alten Schnapsfabrik“ in der Neustadt – von links gesehen: Wirtschaftssenator Martin Günthner, Julia von Wild („zweifellos.net“) , Majo Ussat („Jokmok“), Christian Tipke („Tipke Digitales Video“) und Nicolas Hirschmann (Lokale „Papp“ und „Karton“). - Foto: Denkbar/Alte Schnapsfabrik
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Ortstermin in der „Alten Schnapsfabrik“ in der Neustadt – von links gesehen: Wirtschaftssenator Martin Günthner, Julia von Wild („zweifellos.net“) , Majo Ussat („Jokmok“), Christian Tipke („Tipke Digitales Video“) und Nicolas Hirschmann (Lokale „Papp“ und „Karton“). 

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Eine Schnapsfabrik, in der es keinen Schnaps mehr gibt, hat Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD) dieser Tage zu Lobeshymnen inspiriert. „Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Samstag, Sonntag – ‚Alter Senator‘, der schmeckt jeden Tag.“ Vielen Radiohörern hat sich diese sehr eingängige Schnapswerbung in die Erinnerung eingebrannt. Dabei ist es Jahrzehnte her, dass sie gesendet wurde. Und überhaupt – Günthner, 1976 in Bremerhaven geboren, ist ja auch kein alter Senator, wenngleich er schon seit 2010 im Amt ist.

Nun denn – dort, wo der im Radio so oft besungene Weizenkorn einst gebrannt worden ist, wird seit geraumer Zeit Werbung der Gegenwart gemacht. Und einiges mehr. „Alte Schnapsfabrik“ – unter diesem Namen hat sich der Gebäudekomplex zwischen Kleiner Weser und Osterstraße in der Neustadt zu einer Top-Adresse in der Kommunikationsbranche entwickelt. Und genau das wollte Senator Günthner mit seinem Besuch würdigen.

Kurzer Rückblick: 2007 hatte der Spirituosenhersteller die Immobilie verlassen. Reeder Niels Stolberg zog mit seinem „Beluga College“ ein. Dann folgte der Niedergang der Reederei. Im Jahr 2012 kam dann Majo Ussat („Jokmok Event & Promotion“), Initiator der „Alten Schnapsfabrik“, mit Piet Blumentritt und Manuel Engels und der Idee, dass sich verschiedene Kreativ-Unternehmen den Gebäudekomplex teilen – und dabei im Idealfall auch voneinander profitieren. So etwas wie ein Netzwerk im Haus sollte entstehen – auf einer Fläche von insgesamt 3 200 Quadratmetern.

20 Firmen tüfteln an kreativen Ideen und Konzepten

„Ich bin hier heute auf viele Menschen mit ungewöhnlichen Ideen getroffen, die sich mit Herzblut ihrer Sache verschrieben haben und wirtschaftlich sehr erfolgreich sind. Damit nimmt die ,Alte Schnapsfabrik‘ positiven Einfluss auf den gesamtwirtschaftlichen Strukturwandel, die betrieblichen Innovationen und das ökonomische Wachstum für Bremen“, erklärte Wirtschaftssenator Günthner nun nach seinem Besuch in der Neustadt.

70 Menschen arbeiteten im Sommer 2012 in der „Alten Schnapsfabrik“. Und heute? Es hat sich ganz schön was getan. Mehr als 20 Firmen mit insgesamt 200 Mitarbeitern tüfteln hier nun an kreativen Ideen und Konzepten für renommierte Firmen und Auftraggeber.

Günthner über das Agentur- und Kreativzentrum: „Bremen braucht solche Kollektiv-Initiativen wie hier in der Neustadt, wo sich in den vergangenen Jahren wahnsinnig viel getan hat. Die ,Alte Schnapsfabrik‘ ist ein Erfolgsmodell.“

„Anfangs waren wir nur eine Handvoll Unternehmer mit derselben Vision“, erinnert sich Ussat. „Dass aus dieser Schnapsidee einmal ein derartiges Erfolgsprojekt werden würde, hätten wir selbst nicht gedacht.“

„Alte Schnapsfabrik“ platzt aus allen Nähten

Mittlerweile wurde die „Alte Schnapsfabrik“ mehrfach ausgezeichnet – wie jüngst beim diesjährigen Wettbewerb des Art Directors Club (ADC) – und platzt sprichwörtlich aus allen Nähten. „Einer unserer bekanntesten und renommiertesten Bewohner, die Produktionsfirma ,Sendefähig‘ mit ihrem Journalisten-Netzwerk und Funk-Format ,Y-Kollektiv‘, muss in Kürze ins nahegelegene Pusdorf umziehen, weil der Platz hier einfach nicht mehr ausreicht“, so Ussat. „Aber letztendlich haben wir damit ja genau das erreicht, was wir wollen. In der ,Alten Schnapsfabrik‘ entstehen und wachsen erfolgreiche Projekte dank Synergie-Effekten. Wenn einzelne Unternehmen dadurch zu groß werden, setzen sie ihre Geschichte an einem anderen Standort eigenständig fort. Und in der ,Alten Schnapsfabrik‘ ist wieder Platz für etwas Neues, das wachsen kann.“

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