„Alte Weide“ ist „Bild des Monats“

Ein Haus in klaren Farben

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Klare Farben: „Die Alte Weide“ von Fritz Overbeck ist das neue „Bild des Monats“ in Vegesack.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Neuer Monat, neues Bild – so lautet ja das Motto im Bremer Norden. Jedenfalls im Vegesacker Overbeck-Museum. Das Gemälde „Die Alte Weide“ ist dort im September das „Bild des Monats“.

Die „Alte Weide“ in Schönebeck ist heute vor allem durch den Straßennamen „An der Alten Weide“ bekannt. Aber was hat es damit auf sich? Wer wohnte in dem prächtigen weißen Haus, das der Maler Fritz Overbeck in seiner Ölstudie „Die Alte Weide“ festgehalten hat? Steht es womöglich noch? Und gab es auch eine „Neue Weide“?

Eben diesen – und anderen – Fragen geht das Museum im September in der Reihe „Bild des Monats“ nach. „Historisches verbindet sich dabei mit einer intensiven Bildbetrachtung, die der Malweise Fritz Overbecks nachspürt und den Blick auf Besonderheiten und Details lenkt: etwa auf die leuchtenden, klaren Farben des Bildes oder auf die ganz spezielle Art und Weise, wie der Künstler Häuser darstellt“, sagt Museumsleiterin Dr. Katja Pourshirazi.

Führungen mit der Leiterin zum „Bild des Monats“ beginnen am Mittwoch, 6. September, und am Donnerstag, 14. September, jeweils um 17 Uhr.

Overbeck (1869 bis 1909) gehörte zu den fünf Gründungsvätern der Künstlerkolonie Worpswede. 1905 verließ er Worpswede, um sich mit seiner Familie in Bröcken bei Vegesack niederzulassen. Im Alten Packhaus an der Alten Hafenstraße 30 ist ihm und seiner Frau, der Malerin Hermine Overbeck-Rohte (1869 bis 1937), seit 1990 das Museum gewidmet. Es ist täglich außer montags in der Zeit von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Die Reihe „Bild des Monats“ rückt alle vier Wochen ein anderes Werk des Hauses in den Fokus.

Geklebt, gezeichnet und bearbeitet

„In all den Jahren“ – so hat die Bremer Künstlerin Christiane Scholz-Stenull ihre Werkschau benannt, die am Mittwoch, 6. September, um 18 Uhr in den Räumen der Frauenbeauftragten an der Knochenhauerstraße 20–25 eröffnet wird. „Der Titel der Ausstellung verweist auf ihre lange künstlerische Tätigkeit und gibt einen Einblick in das Schaffen der vergangenen zwölf Jahre“, sagt eine Sprecherin. „Dabei sind Arbeiten auf Leinwand und auf Papier zu sehen, die mit unterschiedlichen Techniken Wasserlandschaften, Gärten und Stillleben zum Thema machen.“

Eine besondere Kategorie sind die „Nähbilder“, in denen Acrylfarben als Malmittel zum Einsatz kommen, aber von der Künstlerin zugleich auch geklebt, gezeichnet und mit Kohle bearbeitet wurden. Christiane Scholz-Stenull wird zur Eröffnung erwartet. Kuratorin Anka Bolduan vom Verein Bremer Frauenmuseum gibt eine Einführung in das Werk der Künstlerin.

Scholz-Stenull hat nach etlichen Jahren beruflicher Praxis als Diplom-Sozialpädagogin an der Freien Kunststudienstätte in Ottersberg studiert. Seit 1995 arbeitet sie als Künstlerin in ihrem eigenen Atelier. Ihre künstlerische Arbeit sieht sie als „ein stetiges Ausloten zwischen intuitivem Machen, Abstandnehmen, sich wieder einlassen und im wertfreien Schaffen bleiben“.

Und: „Für mich ist Kunst harte Arbeit, eine intensive Form der Auseinandersetzung mit sich selbst. Es ist immer wieder die Suche nach der Form, dem Farbklang, dem Ausdruck, der Sinnlichkeit und dem richtigen Zeitpunkt der Beendigung des Schaffensprozesses.“

Die Ausstellung ist bis zum 29. November zu sehen. Am Donnerstag, 12. Oktober, gibt es um 17 Uhr die Möglichkeit zu einem Gespräch mit der Künstlerin. Der Eintritt ist frei, die Öffnungszeiten sind: Montag bis Donnerstag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr, Freitag von 9 bis 12.30 Uhr. Die Ausstellung ist Teil der Reihe „Kunst in der Knochenhauerstraße“.

Schnoor-Gastspiel in Gröpelingen

Ab Donnerstag, 7. September, 19 Uhr, zeigen die Mitglieder der Produzentengalerie „Kunstmix“ aus dem Schnoor ihre Arbeiten in der Galerie im „Roten Hahn“ in Gröpelingen. Das Gastspiel in den Räumen an der Gröpelinger Heerstraße 226 dauert bis zum 22. September.

„Fita Chagas zeichnet mit zartem Bleistift, Udo Reutter zeigt individuell geformte zweidimensionale Wandobjekte“, heißt es in einer Ankündigung.

Und weiter: „Ulrike Brockmann setzt sich in ihren Arbeiten mit Farben auseinander. Laila Seidel hält Eindrücke von ihren Reisen und Teilnahmen an Künstlersymposien malerisch fest.“ Hinzu kommen noch die „reduzierten, farbstarken Landschaftsräume von Martin Koroscha.

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