Für Lloydhof liegen Kaufangebote vor

Allianz verkauft Bremer Carree

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Die Allianz Real Estate hat das Bremer Carree (1988 erbaut) jetzt verkauft.

Bremen - Stühlerücken im Ansgariviertel: Die Allianz Real Estate hat den Gebäudekomplex Bremer Carree verkauft. Und für den benachbarten Lloydhof liegen dem Wirtschaftsressort mehrere Kaufangebote vor.

Zum Bremer Carree: Die Verträge seien unterzeichnet, der Eigentumsübergang sei für das vierte Quartal dieses Jahres geplant, bestätigte Allianz-Sprecher Roland Deger auf Anfrage. Über Käufer und Kaufpreis will das Unternehmen nichts sagen. Bremer Carree heißt der Gebäudekomplex zwischen Ansgarikirchhof und Hanseatenhof. 

Das 1988 errichtete Gebäude verfügt über rund 12.000 Quadratmeter Fläche auf drei Ebenen – etwa zwei Drittel für den Einzelhandel, ein Drittel für Büros. Der Leerstand wird derzeit auf etwa 3.000 Quadratmeter beziffert. Die Bremer Immobilie passt laut Deger nicht mehr ins Konzept der Allianz Real Estate. Das Immobilienunternehmen setzt auf große Städte wie München, Hamburg, Köln und Frankfurt.

Auf die große Lösung setzte Bremen im Ansgariviertel. Pläne für den Bau eines neuen „City-Centers“ und den Abriss von Lloydhof und Brill-Hochgarage waren konkret und kursierten in der Öffentlichkeit. Doch dann sprang der portugiesische Investor Sonae Sierra weit vor dem ersten Spatenstich ab. Die Immobilie gehört seit 2012 der Stadt. Seit Frühjahr 2016 werden die Passagenflächen zeitlich befristet von Einzelhändler und Start-up-Unternehmern genutzt, die ihre Marktchancen sondieren wollen. Das Zwischennutzungskonzept „City-Lab“ läuft noch bis Juni 2018.

Lloydhof eben nicht abreißen

Die Immobilie befindet sich in der Ausschreibung. Sie soll zum Höchstpreis verkauft werden. In dem Ausschreibungsverfahren ist geregelt, dass der Lloydhof eben nicht abgerissen werden darf, sondern saniert und zu einem gemischt genutzten Geschäftshaus umgebaut werden soll. 

„Es liegen Angebote vor“, sagte Tim Cordßen, Sprecher des Wirtschaftssenators, auf Nachfrage. Doch noch läuft der Wettbewerb. Und es gelte „strenge Vertraulichkeit“. Der Verkauf der Immobilie soll nach Zustimmung aller erforderlichen politischen Gremien zum Jahreswechsel vollzogen werden, so Cordßen. „Wir sind innerhalb des Zeitrahmens.“

Der Lloydhof wurde Anfang der 80er Jahre als Wohn- und Geschäftshaus gebaut. 2012 erwarb die WFB den Lloydhof im Auftrag der Stadt für 23,8  Millionen Euro. Derzeit umfasst das Gebäude eine Einzelhandelsfläche von rund 3.100 Quadratmetern, außerdem Büroflächen von rund 10.000 Quadratmetern und 1.400 Quadratmeter Wohnfläche.

je

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