Am 4. und 5. März

Bremen lädt zur Internationalen Städtepartner-Konferenz zur Nachhaltigkeit ein

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Motto mit Rathaus: Die Bevolmächtigte Bremens beim Bund, Ulrike Hiller, lädt zur zweiten internationalen Städtekonferenz ein.

Bremen - Von Ralf Sussek. Es sind die Ziele der Vereinten Nationen (UN); sie haben sie 2015 verabschiedet. Nun gilt es, die hehren Vorsätze mit Leben zu füllen. Und voneinander zu lernen. Bremen tut das mit einer internationalen Städtepartner-Konferenz.

Die erste fand 2016 statt, zur zweiten Ausgabe von „17 Ziele für eine bessere Welt“ lädt Ulrike Hiller, die Bevollmächtigte beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit, am 4. und 5. März nach Bremen ein. Eröffnet wird der Kongress zur Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele am Montag, 4. März, um 15 Uhr mit einem Festakt im Bremer Rathaus. 

Dort geben sich dann auch die politischen Größen die Ehre, namentlich Bürgermeister Carsten Sieling, der Bremerhavener Oberbürgermeister Melf Grantz sowie Bundesaußenminister Heiko Maas (alle SPD). Und weil eine bessere Welt ja auch etwas mit Nachhaltigkeit zu tun hat, reist Maas dem Vernehmen nach mit der Bahn an.

Nachhaltigkeit: Alle sind in der Verantwortung

Das tun im Übrigen auch viele der eingeladenen Gäste, heißt es aus dem kleinen Organisatorenteam um Timm Kroeger, weil eben das zum Konzept des Nachhaltigkeitskongresses gehört. Einen wesentlichen Unterschied hat auch Staatsrätin Hiller ausgemacht. „Früher hieß es, die Entwicklungsländer müssen besser werden, und wir helfen dabei. Nun sind wir alle in der Verantwortung.“

Unter dem Motto „Wir machen uns auf den Weg“ finden am Vormittag des ersten Konferenztages fünf parallele Exkursionen zu erfolgreichen Nachhaltigkeitsprojekten vor Ort statt, darunter ein Besuch des Klimahauses in Bremerhaven, der Gemüsewerft im Bremer Westen und des Fahrradmodellquartiers im Bremer Süden. 

Ulrike Hiller: Wir wollen stärker in die Stadtteile gehen

„Wir wollten stärker in alle Stadtteile gehen“, sagte Hiller im Gespräch mit dieser Zeitung. Vielleicht ein erster Schritt von einer Städtepartnerschaft zur „Stadtteilpartnerschaft“ (Hiller). Um im Bild zu bleiben: Die Netzwerke könnten kleinteiliger, enger geknüpft werden. Ein Beispiel dafür sind die Kontakte der Jugendklimaräte aus Bremerhaven und dem dänischen Frederikshavn.

Am zweiten Konferenztag diskutieren die Teilnehmer in der Bremischen Bürgerschaft in vier Runden mit je fünf parallelen Workshops über ausgewählte Nachhaltigkeitsziele. Themen sind Klimaschutz-Nachbarschaftsprojekte, nachhaltige Schulverpflegung, Jugendbeteiligung und urbane Logistik.

Alle Interessierten zur Konferenz eingeladen

Teilnehmen an der Konferenz können nicht nur Beiräte, Ortsamtsleiter und Akteure aus den Stadtteilen, die ihre Projekte am Tag zuvor vorgestellt haben, sondern auch alle Interessierten. „Jede Stadt hat ein internationales Netzwerk. Wir wollen für einen kontinuierlichen Austausch sorgen“, sagte Hiller, „und ein Bewusstsein schaffen für die 17 Ziele.“

Wie hoch sie die Bedeutung der Konferenz und die Zusammenarbeit einschätzt, machte Hiller deutlich: „Im Märchen zogen die Bremer Stadtmusikanten an die Weser, um ein besseres Leben zu finden. Wir wollen heute von Bremen aus dazu beitragen, dass dieser Traum wahr wird. Wir wollen mit der Konferenz ein Signal des Aufbruchs geben: Packen wir gemeinsam an für eine gerechte und lebenswerte Welt - vor Ort, im Alltag. Und alle können mitmachen!“

Programm und Anmeldung auf:

www.diebevollmaechtigte.bremen.de

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