Begeisternde Eröffnungsfeier: „Bremen hat neue Maßstäbe gesetzt“

„Alle Athleten sind Gewinner“

Die „Carambolage-Akrobatik“-Gruppe begeisterte das Publikum bei der Eröffnungsfeier der „Special Olympics“ in der Bremen-Arena.

Bremen - Von Jörg EsserBREMEN · Jens Böhrnsen ist begeistert. „Die ,Special Olympics‘ sind ein wundervolles Sporteignis und ein Geschenk für Bremen“, sagt der SPD-Bürgermeister.

Und die Hansestadt ihrerseits schenkte den 4 550 Athleten aus ganz Deutschland am Montagabend, wie bereits berichtet, eine spektakuläre Eröffnungsfeier für die bis Sonnabend, 19. Juni, laufenden nationalen Spiele für Menschen mit geistiger Behinderung. „Bremen hat neue Maßstäbe gesetzt“, kommentierte Gernot Mittler, Präsident von „Special Olympics Deutschland“ (SOD).

Rund 10 000 Besucher verfolgten in der Bremen-Arena ein zweieinhalbstündiges Programm voller Energie und Rhythmus. Die Bremer Sambagruppe „Confusao“ sorgte mit phantasievollen Fisch-, Kraken- und Korallenkostümen und Stelzenläufern für einen furiosen Auftakt. Künstler aus dem „Blaumeier-Atelier“ tanzten dazu in Meeres- und Seemannskostümen. Es dauerte ganze 20 Minuten, bis „La Ola“, die Welle, über die Zuschauerränge schwappte. Sportgymnastinnen aus Blumenthal, die Kinderregie von Bremen 1860, „Carambolage“-Akrobaten, die Tänzer des Grün-Gold-Clubs und die Rockband „Revolverheld“ setzten weitere Highlights.

Beim symbolischen Einzug der Sportler aus den 16 Bundesländern feierten sich die Athleten, Trainer, Betreuer und Familienangehörigen selbst – in gewaltiger Lautstärke. Und das (fast) ohne Vuvuzelas. Eine Tröte hatte nämlich der UN-Sportbeauftragte Willi Lemke vom Eröffnungsspiel der Fußball-WM am Kap mit zur Eröffnungsfeier der „Special Olympics“ an die Weser geschleppt. Und der Ex-Werder-Manager entpuppte sich als Vuvuzela-Virtuose, was Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) sichtlich begeisterte. Wahre Jubelstürme erntete Werder-Abwehrrecke Per Merte sacker, dessen Grußworte per Videobotschaft aus Südafrika eingespielt wurden.

Für Jens Böhrnsen sind die „Special Olympics“ vor allem als Zeichen an die Gesellschaft zu verstehen, die Menschen mit geistigen Behinderungen als vollwertige Mitglieder der Gemeinschaft zu verstehen. „Alle Athleten werden in dieser Woche Gewinner sein“, ergänzt Lemke. Und Sven Albrecht, SOD-Geschäftsführer, sagt: „Es geht nicht darum, Rekorde zu brechen. Es geht um die individuelle Leistung.“

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