TV-Koch Horst Lichter wird im verbalen Kampf gegen die „Bulettenstalker“ zum Comedian

Alkoholhaltige Kalorienbomben

Horst Lichter hält nichts vom Schlankheitswahn. Er setzt auf Butter und Sahne.

Bremen - Von Nina SeegersBREMEN · Vom vielfach verbreiteten Schlankheits- und Diätenwahn hält Horst Lichter wenig. Stattdessen ist er ein großer Fan von Butter und Sahne – das gab der 48-Jährige gleich zu Beginn seiner Show „Kann denn Butter Sünde sein?“ unmissverständlich zu verstehen.

So konnte eine Dame im Publikum es durchaus als Kompliment auffassen, als sie von Horst Lichter einen seiner sahnigen Cocktails probieren durfte und der zu ihr sagte: „Schätzelein, du bist aber auch kein Knochenmobile. Aber ich mag das ja!“

Gespickt mit Anekdoten aus seinem Leben stellte sich Lichter nur ab und zu hinter den Herd, wo er vor allem alkoholhaltige Kalorienbomben zubereitete. Ansonsten klärte der lebensfrohe Rheinländer sein Publikum am Sonntagabend in der Glocke unter anderem über die Wirkung diverser Aphrodisiaka in Speisen auf: „Kakao zum Beispiel enthält Koffein und stärkt die Libido. Aber er ist auch harntreibend und das in Verbindung mit hellwach und rattenscharf ist echt mies!“ Oder er nahm die Auswüchse moderner Ernährungsphilosophie aufs Korn: „Diese Organisation ,Foodwatch’ zum Beispiel ist nichts anderes als ein Verein von Bulettenstalkern“, so Lichter. In ihren Untersuchungen seien diese zu dem erstaunlichen Ergebnis gekommen, dass „Nimm  2“ tatsächlich Bonbons und keine Vitaminbomben seien. „Wer in Bonbons Vitamine sucht, der sucht auch im Playboy oder Penthouse vergeblich nach dem Kulturteil.“ Das Publikum grölte und lachte lauthals.

Hans-Günter (30), mit seiner Freundin zu Lichters Show gekommen, war von Lichters rheinländischem Temperament mehr als begeistert: „Ich bin Barkeeper im Atlantic Grand Hotel, dort habe ich Horst Lichter schon zweimal erlebt. Aber so wie heute Abend habe ich ihn noch nie kennengelernt. Ich wusste zwar, dass er auch Comedian ist, aber so lustig hätte ich mir seine Show doch nicht vorgestellt.“

Luise (38) war hingegen etwas enttäuscht, sie war mit anderen Erwartungen ins Bremer Konzerthaus gekommen: „Ich hätte mir gewünscht, dass Horst Lichter mehr gekocht hätte, aber stattdessen war das eine reine Comedyshow. Manches war wirklich lustig, aber stellenweise war es mir auch etwas zu albern und hatte mit Kochen wenig oder gar nichts zu tun.“

Gemessen an den vielen Lachern während und dem tosenden Applaus des Publikums nach der Show, hatten sich die meisten Zuschauer jedenfalls prächtig amüsiert.

WWW.

horst-lichter.de

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