Bei Tarifverhandlungen betrunken?

Alkohol: Abmahnung für Flughafen-Chef Jürgen Bula

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Flughafen-Chef Jürgen Bula (r.) wurde abgemahnt, weil er bei Tarifverhandlungen betrunken gewesen sein soll.

Bremen - Von Elisabeth Gnuschke. Der Bremer Flughafen-Chef Jürgen Bula soll Mitte Juni bei Tarifverhandlungen stark alkoholisiert gewesen sein. Der Sprecher des Wirtschaftsressorts, Tim Cordßen, bestätigte am Donnerstagabend auf Nachfrage unserer Zeitung, dass Bula dafür abgemahnt worden sei.

Im Wiederholungsfall drohe dem Geschäftsführer die Kündigung. Der Airport war am Abend für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Gegenüber Radio Bremen („buten un binnen) bestritt Bula, dass er alkoholisiert war. Er habe zwei Mixgetränke zu sich genommen, habe auf die Verhandlungen angestoßen. Das sei ein Fehler gewesen, der sich nicht wiederholen solle, wurde der Flughafen-Chef in der TV-Sendung zitiert. 

Wie Radio Bremen weiter berichtete, soll es in einem Hotel gegenüber dem Flughafen Mitte Juni um Tarifverhandlungen für Mitarbeiter des Bodenverkehrsdienstes gegangen sein. Knapp 20 Teilnehmer seien dabei gewesen. Den Angaben zufolge soll Bula im Laufe des Abends so betrunken gewesen sein, dass Finanz-Staatsrat Henning Lühr ihn von der Verhandlungsführung entbunden habe.

Bula bestreitet Trunkenheit

Die Rechnung für den Abend habe schließlich 263,80 Euro betragen, darauf vermerkt seien diverse hochprozentige Getränke. Gegenüber „buten un binnen“ bestritt Bula, Verhandlungsführer gewesen zu sein, betrunken sei er auch nicht gewesen, heißt es. Die Abmahnung bestätigte Bula, der den Bremer Flughafen seit Ende 2008 leitet. 2019 läuft sein Vertrag aus.

Das Wirtschaftsressort bestätigte am Donnerstagabend auf Nachfrage, dass Staatsrat Ekkehart Siering, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender des Airports, von „Dritten“ informiert worden sei, dass der Geschäftsführer des Flughafens am Abend der Tarifverhandlungen „Alkohol in einem erheblichen Maße zu sich genommen habe“.

Im Wiederholungsfall droht Kündigung

Cordßen sagte weiter, der Airport-Geschäftsführer habe für sein Verhalten schriftlich eine Abmahnung bekommen. Zudem habe ihm Siering im Wiederholungsfall mit Kündigung gedroht. 

Um eine mögliche Suchterkrankung auszuschließen, so Cordßen weiter, seien „geeignete Maßnahmen“ vereinbart worden. Das könnten beispielsweise regelmäßige ärztliche Untersuchungen sein, so auch Blutuntersuchungen.

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