Dreimaster kommt am 24. Oktober

„Alex“ macht an der Schlachte fest

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Die „Alexander von Humboldt“ - mittlerweise ein Hotel- und Gastronomieschiff -  ist ein Hingucker.

Bremen - Von Jörg Esser. Der Countdown läuft. Nur noch wenige Tage, dann geht die „Alexander von Humboldt“ an der Schlachte vor Anker. Am Montag, 24.  Oktober, soll der mittlerweile zum Hotel- und Gastronomieschiff umgebaute Dreimaster mit den grünen Segeln am eigens gebauten Ponton gegenüber der Martinikirche festmachen. Zwei Millionen Euro hat Bremen in den neuen Liegeplatz investiert. 

Seit April 2015 liegt die „Alexander von Humboldt“ im Europahafen. Am Montag, 24. Oktober, beginnt der Umzug zur Schlachte. 

Mit der „Alex“ erhalte die City ein zusätzliches Wahrzeichen, sagt Wirtschafts- und Häfensenator Martin Günthner (SPD). „Es war stets geplant, die ,Alex‘ an die Schlachte und somit direkt in die Bremer Innenstadt zu holen“, so Günthner weiter, „die Stippvisite in der Überseestadt diente vor allem zur Überbrückung, ehe der nötige neue Ponton fertiggestellt werden konnte.“ Jetzt also verlässt die legendäre Bark, die unter anderem zwölfmal den Atlantik überquert hat, nach rund anderthalb Jahren „Zwischenstopp“ die laut Senator „wunderbare Kulisse“ im Europahafen. Morgen, am  Sonnabend, öffnet die „Alex“ ebendort noch einmal ihre Luken. Am Montag, 17.   Oktober, beginnt der Umzug. Der Großsegler schippert zunächst zur Louis-Krages-Pier im Holzhafen. Dort werden die Masten gelegt. Schließlich muss die mehr als 100   Jahre alte „Alex“ auf ihrem Weg zur Schlachte einige Brücken unterfahren – und dafür stehen die Masten im Weg.

Eine Woche später geht es dann zum neuen Liegeplatz – und das vor Sonnenaufgang. Zwischen 6 und 7 Uhr beginnt die vorerst letzte Reise des Dreimasters, der jahrzehntelang mit seinen grünen Segeln als Werbebotschafter für „Beck’s“ über die Weltmeere kreuzte und über Leinwände und Fernsehbildschirme flimmerte. Hat das 47 Meter lange und 660 Tonnen schwere Schiff erst einmal festgemacht, wird es wieder aufgerüstet. „Wir installieren dann die Masten, richten uns ein, stellen alle Anschlüsse her und so weiter. Das wird ein wenig Zeit in Anspruch nehmen“, sagt Florian Peters, Geschäftsführer der „Alex“. Er und sein Team wollen aber versuchen, Schiffsbesichtigungen für Interessierte zu ermöglichen. Entsprechende Termine sollen kurzfristig bekanntgegeben werden. Offiziell nimmt die „Alex“ ihren Betrieb an der Schlachte ab dem 7. November auf. Zunächst empfängt die Besatzung geladene Gäste. Ab 15  Uhr ist die Bark dann für alle Besucher geöffnet. „Richtig groß gefeiert wird nächstes Jahr“, sagt Peters. „Dann ist das Wetter wieder besser, die Temperaturen wärmer und die neue Saison kurz vor dem Start.“

Die "Alex" in Bremen

Die „Alexander von Humboldt“ lief 1906 als Feuerschiff vom Stapel, wurde später zum Segelschiff umgebaut und zum Schluss für Kurzkreuzfahrten verchartert. Für 750.000 Euro stand sie 2014 auf einer Internetplattform zum Verkauf. Erworben hat sie der Gastronom und Projektentwickler Heiko Rataj aus Goslar. Er ließ den Dreimaster auf der Bremerhavener BVT-Werft für einen siebenstelligen Betrag restaurieren und zum Gastronomie- und Hotelschiff umbauen.

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