Die „Alex“ ist jetzt für Übernachtungsgäste und Restaurantbesucher geöffnet

„Das Schiff gehört Bremen“

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Mehr als 62 Meter lang und 660 Tonnen schwer: Ein Blick vom Wasser zeigt die imposante „Alex“ an der Marina Europahafen. Ab Frühjahr 2016 zieht das Schiff an die Schlachte um.

Bremen - Von Steffen Koller. Eine Ikone der Meere ist zurück: Das bekannte Schiff „Alexander von Humboldt“ liegt seit drei Wochen in der Marina Europahafen in Bremen und wurde am Sonnabend offiziell als Hotel- und Gastronomieschiff eröffnet. Neben Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) begrüßte Schiffseigner Heiko Rataj zahlreiche Gäste, die sich sehnlichst auf ein Wiedersehen mit der „Alex“ freuten.

Ungläubig stehen kurz vor 12 Uhr die Besucher am Steg in der Überseestadt. Vor ihnen liegt die „Alexander von Humboldt“, jenes imposante Schiff, das bereits zwölf Atlantiküberquerungen hinter sich hat und wohl den meisten noch aus der Werbung für Beck’s-Bier bekannt ist. „Dürfen wir rauf?“, fragen sie. Und ja, sie dürfen. Die „Alex“, wie sie im Volksmund auch genannt wird, ist seit Sonnabend offiziell Hotel- und Gastronomieschiff. Das heißt: Wer möchte, kann in Zukunft Übernachtungen, einen Mittagstisch oder auch eine Feier buchen. Dass dieses Konzept ankommt, beweist die aktuelle Auftragslage: Das Schiff ist ausgebucht. Zur feierlichen Eröffnung, bei der auch Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) anwesend war, sagte Eigner Heiko Rataj: „Dieses Schiff gehört keinem. Dieses Schiff gehört Bremen.“ Damit sprach er den Anwesenden aus dem Herzen. Auch Gabriel hatte herzliche Worte für den Eigner parat und sprach vom „eindeutig stärksten Projekt, das Heiko Rataj je umgesetzt hat.“ „Für Bremen selber ist dieses Schiff eine unglaublich starke Marke“, sagte Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD).

Nachdem die „Alex“ 1906 erbaut wurde und bis zu ihrer Außerdienststellung 2011 mehr als 500000 Seemeilen hinter sich gebracht hat – was ungefähr dem 23-fachen Äquatorumfang entspricht – wurde sie in Kleinstarbeit restauriert. Vom neuen Erscheinungsbild überzeugten sich auch Willi (63) und seine Frau Annegret (61). „So viele Liebe zum Detail, einfach großartig.“ Im Inneren des über 62 Meter langen Schiffs angekommen, erhielten die Besucher Einblicke in eine der insgesamt 15 Kabinen.

Und auf Deck untermalten bei typisch hanseatischem Wetter der Shanty-Chor Brinkum sowie die Band „Pressgeng“ musikalisch den Tag. Vom Gesamteindruck waren auch Jörg (47) und sein Bruder Heiner (44) „absolut überzeugt“, wie sie nach einem Rundgang verrieten.

Einen Vorgeschmack auf die feierliche Eröffnung des Schiffs erhielten Eigner und Crew bereits vor drei Wochen, als die „Alex“ von Bremerhaven aus entlang der Weser nach Bremen schipperte. „Das war Gänsehaut pur“, verdeutlichte Heiko Rataj. „Die gesamte Fahrt über wurden wir beklatscht und bejubelt.“

Auch am Sonnabend erhoben viele Besucher das Glas und riefen: „Prost! Auf die ,Alex’“ Wer am Wochenende keine Zeit für eine erste Besichtigung hatte, muss nicht traurig sein. Das Schiff liegt bis zum Frühjahr 2016 noch am Europahafen. Danach zieht der Dreimaster an die Schlachte und wird dort festmachen. Bremen ist wieder um eine Attraktion reicher.

Die "Alex" in Bremen

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