Aktionen und Geschenke zum „Welttag des Buches“ auf dem Bremer Marktplatz

„Lesen bringt einen weiter“

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Emma Maddalosso, Kulturreferentin des Instituto Cervantes in Bremen, verteilte am „Welttag des Buches“ Rosen.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Was lesen Sie gerade? „‚Silicon Valley‘, das Buch des Springer-Journalisten Christoph Keese über den digitalen Wandel“, antwortet Handelskammer-Präses Christoph Weiss auf dem Bremer Marktplatz auf diese Frage. Weiss ist gekommen, um dort die Bremer Aktivitäten zum „Welttag des Buches“ zu unterstützen.

, sagt der Präses. Wer wollte da widersprechen? Auf dem Marktplatz sicher niemand. Bremens Stadtbibliotheks-Direktorin Barbara Lison ist erschienen, Ulrike Hövelmann von der Initiative „Bremer Leselust“ ebenso – und Emma Maddalosso, Kulturreferentin des Instituto Cervantes. Verleger Hermann Schünemann ist dabei. Und Innensenator Ulrich Mäurer (SPD).

„Was lesen Sie gerade?“ Mäurer: „‚Der Fluch der bösen Tat‘ von Peter Scholl-Latour.“ Ein Buch über das Scheitern des Westens im Nahen Osten – mit den vielen Bezügen zu Syrien, zum IS-Terror für den Innensenator auch eine Lektüre mit dienstlichen Aspekten. „Demut“ – ein Wort, das Handelskammer-Präses Weiss zu Scholl-Latours posthum veröffentlichten Buch einfällt – besonders, wenn es darum gehe, die angesprochenen Themen aus deutscher Perspektive zu beurteilen. Weiss hat den „Fluch der bösen Tat“ ebenfalls gelesen. „Dieses Buch kann man nur jedem empfehlen“, sagt der Unternehmer.

Er habe in der Regel „drei bis vier Bücher parallel“ am Wickel, so Weiss. Im Moment zum Beispiel neben dem eingangs erwähnten „Silicon-Valley“-Band auch etwas über Philosophie. Gern greift er zwischendrin auch mal zu einem Roman, etwa von Jeffrey Archer, dem britischen Politiker und Bestsellerautor („Clifton Chronicles“). Weiss ist, man spürt es im Gespräch sofort, ein Mensch, der Bücher und den Umgang mit ihnen sehr schätzt. Sie haben einen Wert an sich für Menschen wie ihn.

Auf dem Marktplatz wurden gestern zum „Tag des Buches“ auch Bücher verschenkt – vom Bremer Schünemann-Verlag zum Beispiel. Das Spektrum reichte vom Kleinkind-Bilderbuch „Kleine Lale“ (über das Bremerhavener Eisbärmädchen) über Dirk Böhlings Kinderroman „Der Schatz der Verona“ bis hin zu dem „Kleinen Bremer Bilderbuch“ von Christiane Etmer-Baden. Die Passanten griffen reichlich zu.

Die Stadtbibliothek hatte Liegestühle aufgestellt, da konnte dann gleich geschmökert werden. Zudem gab‘s die Möglichkeit, sich beim „Speed Dating mit einem Buch“ ganz fix – nach der Lektüre der ersten Seite – in ein Buch zu „verlieben“. Und es dann gleich in der Stadtbibliothek auszuleihen.

Und es gab auch am 20. „Welttag des Buches“ wieder rote Rosen – der katalonische Tradition folgend, am „Tag der Bücher und der Liebe“ – dem „Sant Jordi“ – eben Bücher und Rosen zu verschenken. Die Rosen verteilte das Instituto Cervantes. Ein schönes Symbol für die Liebe zum geschriebenen (und gedruckten) Wort.

Die Unesco hat den 23. April zum „Welttag des Buches“ erklärt. Der 23. April hat seit fast 400 Jahren eine besondere literarische Bedeutung – im Jahr 1616 starben an diesem Tag William Shakespeare und Miguel Cervantes.

„Der Todestag der weltberühmten Autoren soll auf die fundamentale Bedeutung des Buches und seine unverzichtbare Rolle auch in der Informationsgesellschaft hinweisen“, heißt es beim Instituto Cervantes.

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