Millionenzahlungen an Akademie Kannenberg

Staatsanwaltschaft nimmt Sozialressort in den Blick

Bremen - Im Zusammenhang mit den Millionenzahlungen an die Akademie Kannenberg für die Betreuung von zeitweise 1.000 jungen Asylbewerbern hat die Staatsanwaltschaft jetzt das Sozialressort in den Blick genommen.

Wie Oberstaatsanwalt Frank Passade gegenüber Radio Bremen bestätigte, werde ein Anfangsverdacht gegen Unbekannt geprüft. Man werde jetzt Akten auswerten und überprüfen, ob Kannenberg möglicherweise zuviel Geld erhalten habe und seitens der Behörde ein strafrechtliches relevantes Fehlverhalten vorliege. 

Wie berichtet, erhielt die Akademie, die sich in Insolvenz befindet, im voraus Pauschalen. Genau abgerechnet wurde später. Anlass für die Überprüfung sei die Berichterstattung in den Medien, sagte Passade. Bremen fordert von Kannenberg 5,6 Millionen Euro zurück (wir berichteten). Frühestens in einigen Wochen werde die Staatsanwaltschaft entscheiden, ob ein Anfangsverdacht bestehe, so Passade weiter. - gn

Rubriklistenbild: © Archivfoto: Matthias Röhrs

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