Bremer Rotary-Clubs spenden 150.000 Euro

Unterstützung für „Hood-Training“ und Projekt der Bremer Philharmoniker

Das „Hood-Training“ für Jugendliche ist ein Projekt, das die Bremer Rotary-Clubs unterstützt haben. - Foto: dpa

Bremen - Was haben Rotarier mit K.-o.-Tropfen in der Disco zu tun? Oder: Weshalb kümmern sie sich um die Anschaffung von Sprachcomputern für Jugendliche in Addis Abeba? Die Antworten sind einfach, sagt Axel Schuller vom Rotary-Club Bürgerpark: „Bremer Rotary-Mitglieder engagieren sich getreu ihrem Motto selbstlos dienen zu Hause und weltweit für Hilfsbedürftige.“ Die Spendensumme beträgt in diesem Jahr den Angaben zufolge fast 155.000 Euro.

Und hier die Auflösung zu den K.-o.-Tropfen: Die Roatarier unterstützen unter anderem ein Projekt des Frauennotrufs Bremen. Mitarbeiterinnen besuchten Schulen und klärten dort Schülerinnen auf, wie sie sich in der Disco gegen den Einsatz von K.-o.-Tropfen zur Wehr setzen können. Die Bandbreite der Hilfe durch die acht Bremer Rotary-Clubs ist groß: Die insgesamt 534 Männer und Frauen – unter anderem aus den Berufsgruppen Handel, Industrie, Handwerk, Medizin, Juristerei, Kultur und Wissenschaft – engagieren sich jährlich mit sechsstelligen Beträgen und mit „Hands-on“-Projekten, also praktischem Anpacken bei Hilfsaktionen. 

Genau 154.169 Euro beträgt die Spendensumme in diesem Jahr. Nutznießer ist beispielsweise das „Hood-Training“ von Daniel Magel. Magel und sein Team bieten deutschen und ausländischen Jugendlichen aus benachteiligten Stadtteilen auf einer Anlage in Tenever Training an (wir berichteten). Die Jungen und Mädchen lernen dort, über den Sport mehr Selbstbewusstsein und Achtung für ihre Mitmenschen zu entwickeln.

Ein großes Projekt aller Bremer Clubs dient der Betreuung von unbegleiteten Asylbewerbern. Sie lernen an der Allgemeinen Berufsschule am Steffensweg (ABS) gemeinsam mit deutschen Schülern. Mit etwa 20.000 Euro wurden unter anderem Tischtennisplatten sowie Gesellschaftsspiele angeschafft und die jährlichen Schul-Kreativtage im „Modernes“ gefördert, wie es heißt. Vermittelt wurden auch Praktikums- und Ausbildungsplätze, sagte Schuller. Rotarier fungieren dabei als Paten. „Ein ähnliches Modell gibt es für die Betreuung von Hauptschülern“, so der Sprecher.

Mehrere Studenten der Universität, die sich sozial engagieren, erhalten von den Rotariern Deutschlandstipendien. Schuller: „Dies bedeutet jeweils 300 Euro pro Monat, wobei die Bundesregierung die Hälfte übernimmt.“

Kindern aus sozial schlechter gestellten Elternhäusern dient ein Projekt mit den Bremer Philharmonikern. Die Profi-Musiker laden die Kinder klassenweise ein, sich selbst an Instrumenten zu erproben. Im Ausland unterstützten die Bremer Clubs ein Projekt in Addis Abeba. Für die German Church School wurden Sprachcomputer für blinde Schüler angeschafft. Geld ging auch nach Tansania, wo die Frischwasserversorgung der Mugeza Mseto Primare School bezahlt wurde.

fr

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