Polizeibericht

Acht-Millionen-Diebin untergetaucht: Wo ist Yasemin Gündogan?

Yasemin Gündogan
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Seit Pfingsten ist die 28-jährige Yasemin Gündogan verschwunden und mit ihr 8 Millionen Euro.

Sie stahl 8 Millionen Euro von einer Geldtransporter-Firma. Nun jagt die Polizei die Bremerin Yasemin Gündogan. Bild.tv zeigte einen Beitrag zu dem spektakulären Fall.

Bremen – Es ist der Freitag kurz vor Pfingsten, als die 28-jährige Yasemin Gündogan das letzte Mal von den Kameras auf ihrer Arbeitsstelle, eine Geldtransporter-Firma in Walle, gefilmt wird. Mit einem Mercedes-Transporter des Models „Vito“ verlässt sie das Firmengelände. Im Gepäck: acht Millionen Euro. Ziel: unbekannt. Inzwischen sucht die Polizei und die Staatsanwaltschaft fieberhaft nach der 28-Jährigen, fahndet mit Fotos nach der Verdächtigen. Eine weitere Frau, die wegen Beihilfe verdächtig wird, sitzt bereits seit einigen Wochen in Untersuchungshaft. Doch Erkenntnisse in dem Fall gibt es so gut wie keine.

Stadt im Land Bremen:Bremen
Fläche:325,56 Quadratkilometer
Einwohner:566.573 (Stand: 31. Dezember 2020)
Vorwahl:0421
Bürgermeister:Andreas Bovenschulte (SPD)

Inzwischen schlägt der Fall so hohe Wellen, dass sich die neue bild.tv-Sendung „Achtung Fahndung“ am Dienstagabend, 24. August 2021, in ihrer Auftaktsendung mit dem Fall befasste. Ein Reporter des TV-Senders begibt sich darin auf die Spur der jungen Frau, die die Tat am 21. Mai 2021 in Bremen begangen haben soll.

Acht-Millionen-Diebin Yasemin Gündogan weiter auf der Flucht: Polizei sucht Verdächtige im Clan-Milieu

Aber auch seine Erkenntnisse während seiner Recherche im Umfeld der 28-jährigen Deutsch-Türkin halten sich in Grenzen. Von den Nachbarn will keiner mit der Presse reden, zu groß ist die Angst vor Racheaktionen aus dem Umfeld der jungen Frau. Denn, inzwischen geht die Polizei ganz offen davon aus, dass es sich bei der Tat auch um Clan-Kriminalität handeln könnte. Auch die Familie schweigt. Selbst ein Abstecher von bild.tv in die Türkei nach Antalya, wo ein Onkel der jungen Frau leben soll, bleibt ohne weitere Erkenntnis.

Gegenüber bild.tv räumt die Polizei den Verdacht, dass die Tat aus dem Clan-Milieu heraus begangen worden sein könnte, erstmals ein. Konkret wird in der TV-Dokumentation der Miri-Clan ins Spiel gebracht. So soll die junge Frau in einer von Clans kontrollierten Shisha-Bar in Bremen gearbeitet haben. Ob sie dort für das Verbrechen erwärmt werden konnte? Oder wurde die junge Frau im Anschluss an die Tat als lästige Zeugin entsorgt?

Und schließlich wird der Reporter doch noch fündig, kann mit einer Freundin von Yasemin Gündogan sprechen. Und diese spricht auch gleich die Vermutung aus, die die Polizei schon länger hat: Yasemin Gündogan ist keine Einzeltäterin. Schon aus ihrem Freundeskreis wird ihr eine solche Tat nicht zugetraut. Eine Freundin sagt in die Kamera: „Hart ausgedrückt: Sie ist zu dumm dafür.“

Acht-Millionen-Diebin Yasemin Gündogan auf der Flucht: Geldtransport-Unternehmen in Walle bestohlen

Die Angestellte war laut den Ermittlern in dem Geldtransport-Unternehmen im Stadtteil Walle dafür zuständig, durch Kunden bestellte Gelder zu verpacken, die dann mit einem Sicherheitstransport zugestellt werden. Am Tattag soll die 28-Jährige mehrere mit Geld gefüllte Sicherheitstaschen in einen Rollcontainer gelegt und sich anschließend krankgemeldet haben. Später soll der Rollcontainer dann in einen schwarzen Transporter geladen worden sein.

Der Transporter selbst wurde von einer Überwachungskamera gefilmt. Die Bremer Kennzeichen waren den Ermittlern zufolge kurz zuvor gestohlen worden. Bei dem Fahrzeug handelte es sich um einen Mietwagen, der zwei Tage zuvor bei einer Mietwagenfirma in Berlin-Spandau angemietet wurde und noch am Pfingstwochenende wieder zurückgestellt wurde.

Mit diesem Mercedes Vito soll Yasemin Gündogan über Pfingsten die Flucht angetreten haben.

Das Geld und die 28-Jährige sind seitdem verschwunden. Zwischenzeitlich habe es Hinweise gegeben, dass sich die Frau ins Ausland abgesetzt habe, so die Erkenntnisse der Staatsanwaltschaft. Wo sich die mutmaßliche Täterin aktuell befinde, sei aber unbekannt.

Acht-Millionen-Diebin Yasemin Gündogan weiter auf der Flucht: Polizei setzt auf Zeugenhinweise

Die Ermittler setzen daher nun auf Zeugenhinweise aus der Bevölkerung und veröffentlichten Fotos der Tatverdächtigen. Man sei auf der Suche nach Hinweisen zum Aufenthaltsort der Frau und dem Verbleib des Geldes. Außerdem seien für die Ermittler auch Hinweise auf mögliche Komplizen, den schwarzen Transporter, den Rollcontainer und die gestohlenen Kennzeichen interessant. Hinweise nimmt die Polizei unter der Rufnummer 0421 362-3888 entgegen.

Die Ermittlungen werden wegen Diebstahls in einem besonders schweren Fall geführt. Darauf steht laut Staatsanwaltschaft eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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