Schrotträder werden aus dem Verkehr gezogen

Abgeflext und abgeschleppt

Schrotträder an einem Straßenbaum: Der Umweltbetrieb ist regelmäßig unterwegs, um Drahtesel-Reste zu sichten, zu markieren und später dann abzuflexen und abzuschleppen. - Foto: Esser

Bremen - Platte und abmontierte Reifen, verbogene Felgen, aufgeplatzte Sättel – ist ein Fahrrad nicht mehr fahrtüchtig, bleibt es häufig an Laternen, Straßenschildern und Fahrradbügeln stehen. Vor allem am Hauptbahnhof, in der Innenstadt, der Neustadt und im Steintor-Viertel seien die regulären Stellplätze mit Drahtesel-Kadavern überfüllt. „Schrotträder werden vergessen, verschandeln das Stadtbild und blockieren wertvollen Parkraum“, sagte Umweltsenator Joachim Lohse (Grüne) jetzt bei einer Sammeltour durch die Neustadt, durch Bremen-Mitte und Findorff, auf er selbst mit anpackte.

Mitarbeiter des Umweltbetriebs Bremen sind im Auftrag des Umweltressorts regelmäßig auf den Straßen unterwegs, um Schrotträder zu sichten. Diese werden zunächst mit einer Banderole markiert. „Wenn nach vier Wochen das Rad nicht abgeholt ist, wird es bei einer Sammeltour eingesammelt“, sagt Georg Grunwald, Geschäftsführer des Umweltbetriebs.

Die Schrottradsammlung wird über die Abfallgebühren finanziert. Einmal in der Woche werden in verschiedenen Stadtteilen vergessene Räder abgeflext und abgeschleppt. In Zusammenarbeit mit der „Waller Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft“ werden die Räder dann eingesammelt, abtransportiert, gelagert und wiederverwendet. „Pro Jahr entstehen so rund 400 Recycling-Räder, die sozialen Einrichtungen und nicht kommerziellen Projekten, Flüchtlingen in Bremen wie Schulkindern in Ghana, zur Verfügung gestellt werden“, sagt Grunwald.

Auf der Sammeltour mit dem Senator wurden 51  Schrotträder aus dem ruhenden Verkehr gezogen, heißt es. Und der Umweltbetrieb hat noch ein paar Zahlen parat: Im Zeitraum von 2011 bis 2016 sind demnach in Bremen 3 953 Schrotträder markiert und 2 531 schließlich   aus der Stadt entfernt worden. 

 je

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