Der „Abend am Moorkanal“ sorgt für Freude

Zarte Birken vor Hütten

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Das Gemälde „Abend am Moorkanal“ zählt zu den wohl schönsten Ölstudien auf Karton von Fritz Overbeck, heißt es.

Von Thomas Kuzaj. Kunst: „Eine Reihe zarter Birken säumt einen Torfkanal und spiegelt sich in dessen Wasser. Zwei reetgedeckte Hütten im Hintergrund setzen lichte Akzente.“ Mit diesen Worten beschreibt Dr. Katja Pourshirazi, die Leiterin des Overbeck-Museums in Vegesack, das Gemälde „Abend am Moorkanal“ von Fritz Overbeck (1869 bis 1909).

Kunst: „Eine Reihe zarter Birken säumt einen Torfkanal und spiegelt sich in dessen Wasser. Zwei reetgedeckte Hütten im Hintergrund setzen lichte Akzente.“ Mit diesen Worten beschreibt Dr. Katja Pourshirazi, die Leiterin des Overbeck-Museums in Vegesack, das Gemälde „Abend am Moorkanal“ von Fritz Overbeck (1869 bis 1909).

Eine aktuelle Geschichte rankt sich jetzt um das Bild. Und es ist eine Geschichte mit gutem Ausgang. Seit vielen Jahren war das Bild in Privatbesitz. Jüngst wurde es zum Verkauf angeboten. „Damit es nicht wieder in einem privaten Wohnzimmer verschwindet, sondern alle Kunstfreunde in den Genuss dieses herrlichen Bildes kommen können, möchte die Overbeck-Stiftung es erwerben“, erklärte Pourshirazi im Mai. „Der angesetzte Kaufpreis von 20000 Euro ist für ein Werk dieser Qualität und Bedeutung angemessen.“

Weil das Overbeck-Museum keinen Ankaufetat hat, sollte eine Spendensammlung zum Ziel führen. Es gab einen entsprechenden Aufruf.

Dann folgte eine unerwartete und folgenreiche Wendung. Pourshirazi: „Tatsächlich hatten wir Glück und ein privater Sammler hat sich bereit erklärt, das Bild zu kaufen und dem Overbeck-Museum für die nächsten 20 Jahre – mit der Option der Verlängerung – als Dauerleihgabe zur Verfügung zu stellen. So hat sich der Aufruf auf für uns schönste Weise erledigt.“

Der 45,5 Zentimeter mal 70 Zentimeter große „Abend am Moorkanal“ zählt zu „den wohl schönsten Ölstudien“ Overbecks auf Karton, so Museumsleiterin Pourshirazi weiter. „Das Besondere daran: Es handelt sich um eine frühe Worpsweder Arbeit, vermutlich vor 1895 entstanden. In der ausgewogenen und exzellent durchgearbeiteten Bildkomposition wird die enge Freundschaft Fritz Overbecks mit dem Maler Otto Modersohn sichtbar. Nur wenige Werke Overbecks aus dieser Schaffensphase haben sich erhalten.“

Overbeck gehörte zu den fünf Gründungsvätern der Malerkolonie Worpswede. 1905 verließ er Worpswede, um sich mit seiner Familie in Bröcken bei Vegesack niederzulassen. Im Alten Packhaus Vegesack ist ihm und seiner Frau, der Malerin Hermine Overbeck-Rohte (1869 bis 1937), seit 1990 das Overbeck-Museum gewidmet. Das Haus ist täglich außer montags von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

www.overbeck-museum.de

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