Im Sommer Veranstaltungen auf Außenflächen

Bremen: Wann öffnet die Gastronomie?

Auf die Außenflächen der Bremer Gastronomie (hier die Schlachte) könnte ab 21. Mai Leben zurückkehren, wenn die Corona-Infektionen niedrig bleiben.
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Auf die Außenflächen der Bremer Gastronomie (hier die Schlachte) könnte ab 21. Mai Leben zurückkehren, wenn die Corona-Infektionen niedrig bleiben.

In der Stadt Bremen naht das Ende der Ausgangssperre. Und bleibt der Inzidenzwert niedrig, könnte schon bald die Gastronomie öffnen. Veranstaltungen unter freiem Himmel wären im Sommer ein weiterer Schritt.

Bremen – Nimmt der Inzidenzwert in der Stadt Bremen weiter ab (wie seit drei Wochen), deuten sich in der Corona-Pandemie Lichtblicke an. Bleibt der Wert unter 100, werden die Bremer ab Montag, 17. Mai, beispielsweise ab 22 Uhr nicht mehr „eingesperrt“, wie es Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) im Vorfeld der Ausgangssperre formulierte.

Die Ausgangssperre gehört zur bundesweit verabredeten Notbremse, in Bremen gilt sie bereits seit zweieinhalb Wochen. Der Senat hat sich am Dienstag auf das weitere Vorgehen verständigt, wenn bei einem Wert unter 100 wieder Bremer Regelungen gelten. Dabei wurde auch der Weg für einen Open-Air-Sommer freigemacht.

Zum Friseur ohne Corona-Test

Ab Montag wären Termin-Shopping, Friseurbesuche und andere körpernahe Dienstleistungen dann wieder ohne vorherigen Corona-Test möglich. Gleiches gilt für Besuche (mit Termin) in Zoos, Museen und Galerien. Bleibt der Wert stabil unter 100, dürften sich drei statt zwei Haushalte treffen. Und die langersehnte Nachricht für die Gastronomie: Sie dürfte mit striktem Konzept draußen öffnen, ebenso Hotels. In Hotels ist bei Anreise ein negatives Testergebnis vorzulegen (oder Corona-Impfung oder Genesesen-Nachweis). Veranstaltungen draußen wären mit bis zu 100 Menschen möglich. Frühestens könnten diese Lockerungen ab 21. Mai Wirklichkeit werden. Die Öffnung der Freibäder peilt Bremen für Juni an.

Bremen gibt Geld für Open-Air-Veranstaltungen

Drei Millionen Euro macht der Senat locker, um Außenflächen mit Schwerpunkt musikalischem Bühnenprogramm für Open-Air-Veranstaltungen herzurichten (Toiletten, Technik, Strom). Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke) hofft auf einen „Sommer voller kultureller und musikalischer Vielfalt“. Veranstaltungsorte, ausgewählt mit den Vereinen „Musikszene“ und „Clubverstärker“, sind beispielsweise die „Seebühne“ an der „Waterfront“, Lankenauer Höft, „Sommerhaven“ (Überseestadt), Güterbahnhof, Domshof und Galopprennbahn. Die Veranstalter können Förderanträge stellen. Die Bürgerschaft muss den neuen Regelungen in Sachen Corona noch zustimmen.

Handelskammer Bremen begrüßt Lockerungen

Die Handelskammer begrüßte die geplanten Lockerungen für den Einzelhandel. Hauptgeschäftsführer Dr. Matthias Fonger sprach zudem von einem „sehr positiven Signal“, dass kurzfristig Gespräche mit den betroffenen Branchen geführt werden sollen, mit welchen Schutzkonzepten noch vor Pfingsten die Außengastronomie und Beherbergungsbetriebe wieder öffnen könnten und Veranstaltungen mit bis zu 100 Menschen wieder stattfinden dürften.  Komme es zu diesen pragmatischen Lösungen, sei das ein „wichtiger und richtiger Schritt in Richtung der Normalisierung des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens“, so Fonger.

Positives Feedback von Bremer Gastronomen

Und auch von der Bremer Gastro-Gemeinschaft, die vergeblich gegen die Schließung der Außengastronomie geklagt hatte, kam ein positives Feedback. Geschäftsführer Thorsten Lieder sagte: „Damit konnte sich die Landesregierung nun endlich dazu durchringen, zumindest in Teilaspekten, die  lange geforderten Maßnahmen  für die Gastronomie zu beraten und zu beschließen.“ Zwar hätten die Bremer Gastronomen gern schon am 17. Mai geöffnet, aber auch mit Kompromiss, Öffnung am 21. Mai, „können wir umgehen“.

Lieder: Gastronomie ist Teil der Lösung

 „Wir sind froh, dass es im Senat eine vernünftige Mehrheit gibt, die diese notwendigen Beschlüsse auf den Weg gebracht hat, auch wenn sie von uns nur als eine Etappe zur Umsetzung. Unser Ziel bleibt es natürlich weiterhin, zeitnah auch die Innenbereiche und die Beherbergungsunternehmen wieder öffnen zu dürfen“, sagte Lieder. Nun legten die Bremer Gastronomen in den nächsten Tagen „unsere gesamte Kraft“ in die Vorbereitungen der ersten Öffnungsschritte. Lieder: „Wir haben gute und sichere Hygienekonzepte und werden belegen, dass es nicht die gastronomischen Betriebe sind, die Inzidenzen steigen lässt, sondern durch fachliches Handeln ein Teil der Lösung sind.“

Weniger Corona-Patienten in Kliniken

Zur Statistik: Die Zahl der Corona-Infektionen im Land Bremen ist am Dienstag um 77 auf 26 249 gestiegen – alle in der Stadt Bremen, wo der Inzidenzwert weiter sank: von unter 92 auf 87,6 (Bremerhaven: 113). Das teilte das Gesundheitsressort am Abend mit. Ein weiterer Mensch mit dem Virus starb (bisher 463). Die Zahl der Covid-19-Patienten in Kliniken des Landes nimmt stetig ab: von 129 am Vortag auf 122.

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