Tragischer Todesfall überschattet „ruhigen“ Jahreswechsel in Bremen

61-Jährige stürzt ins Wasser

Bremen - Von Jörg EsserDie Bremer Polizei sprach von einem „ruhigen und friedlichen“ Jahreswechsel, die Feuerwehr vom „erwartet hohen Einsatzaufkommen“. Doch ein tragischer Unglücksfall überschattete den Start ins neue Jahr. Eine 61-jährige Bremerin fiel während einer Feier auf dem Schiff „Oceana“ in die Weser und starb später an Unterkühlung.

„Vermutlich wollte die Frau vor dem Beginn der Party noch eine Zigarette rauchen. Sie ist dabei wahrscheinlich gestolpert oder ins Straucheln geraten und von dem Schiff gefallen“, sagte gestern eine Sprecherin der Polizei. Die Frau habe noch durch Rufe auf sich aufmerksam machen können. Man habe ihr sofort einen Rettungsring zugeworfen. Wegen der starken Strömung der Weser sei sie allerdings immer weiter abgetrieben und konnte sich nicht selbst an das Ufer retten. Die alarmierten Einsatzkräfte suchten mit Booten nach der Frau und zogen sie schließlich aus dem kalten Fluss. Die Frau kam in ein Krankenhaus, wo sie kurze Zeit später wohl an den Folgen der Unterkühlung starb. „Wir gehen von einem tragischen Unglücksfall aus“, sagte die Polizeisprecherin.

Weiteren Angaben zufolge mussten die Polizei in der Silversternacht etwa 300 Mal ausrücken. Es habe zwar deutlich mehr Einsätze gegeben als an einem normalen Wochenende, sei dabei aber bei „kleineren Vergehen“ geblieben. „Wir hatten zwar zahlreiche Einsätze, allerdings nichts, was aus dem Rahmen viel“, fuhr die Polizeisprecherin fort. Einige durch übermäßigen Alkoholgenuss ausgelöste Auseinandersetzungen seien zügig und rechtzeitig unterbunden worden. Auch an der einst berüchtigten Sielwallkreuzung wurden nur wenige Einsätze registriert. Zehn Personen seien in Gewahrsam genommen worden, da sie Polizeibeamte mit Knallkörpern, Farbbeuteln und Flaschen bewarfen.

Einen „unruhigen“ Jahreswechsel meldete demgegenüber die Bremer Feuerwehr. Wie ein Sprecher mitteilte, fuhren die Retter 68 Lösch- und Hilfseinsätze. Viele Feuerwerkskörper hätten sich wegen des starken Windes auf Balkone und in Bäume verirrt und dort Brände entfacht. Mehrere Feuer seien gleichzeitig ausgebrochen und hätten „massiv Kräfte“ gebunden. Einige Personen seien wegen des Verdachts auf Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht worden. Außerdem fuhren die Rettungsdienste 135 Einsätze. Zu den „normalen“ Krankheitsfällen gesellten sich vermehrt Einsätze, „für die der unsachgemäße Umgang mit Feuerwerkskörpern sowie der übermäßige Genuss von Alkohol verantwortlich waren“.

Bleibt ein Blick nach Bremerhaven: Die Leitzentrale zählte 83 Einsatzfahrten. In 20 Fällen haben die Beamten Streitigkeiten schlichten müssen, sagte ein Sprecher. Einige besonders berauschte Zeitgenossen landeten letztlich in Ausnüchterungszellen.

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