Stuttgart als Vorbild

60 Euro pro Kind: Bremen plant Familiencard mit Guthaben

Eine Person hält die Stuttgarter Familiencard ins Bild. Im Hintergrund ist das Bremer Rathaus zu sehen.
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In Stuttgart gibt es sie bereits: die Familiencard für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Die Bremer Politik will diese für die Hansestadt einführen. (kreiszeitung.de-Montage)

Die Bremer Koalitionsfraktionen wollen in Millionenhöhe in den Bildungssektor investieren. Davon profitieren vor allem Familien mit Kindern. Alles zur Familiencard.

Bremen – Rund 40 Millionen Euro will die Bremer Politik in Bildung, sozialen Ausgleich sowie den Klimaschutz investieren. Am Mittwoch, 10. November 2021, haben die Fraktionschefs von SPD, Grünen und Linken einen entsprechenden Maßnahmenkatalog präsentiert. Darüber berichtet der „Weserkurier“.

Stadt in Bremen:Bremen
Fläche:326,7 km²
Höhe:11 m
Bevölkerung:569.352 (2019)
Bürgermeister:Andreas Bovenschulte
Vorwahl:0421

Familiencard für Bremen: Koalitionsfraktionen wollen 12 Millionen Euro in Freizeitbeschäftigungen von Kindern und Jugendlichen investieren

Sowohl die Haushalte vom Land als auch der Stadt Bremen befinden sich derzeit in der parlamentarischen Beratung. Konkret sehen die Entwürfe vor, dass das Land Bremen auf ein Ausgabevolumen von rund fünf Milliarden Euro zurückgreifen kann. Demgegenüber steht ein Budget von 3,5 Milliarden Euro, das der Stadt Bremen zur Verfügung stehen soll.

Geld, das nicht zuletzt in die Themenfelder Kinder und Bildung investiert werden soll. Größter Punkt auf der Agenda ist es, eine sogenannte Familiencard für alle Bremer Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren einzuführen. Geplant ist, dass jedem und jeder aus dieser Personengruppe ein Budget von 60 Euro pro Jahr bereitgestellt wird.

Eine Summe, mit der nach Vorstellungen der Koalitionsfraktionen Freizeit- und Bildungsangebote in Bremen sowie Bremerhaven genutzt werden können. Für dieses Vorhaben sind laut Informationen vom „Weserkurier“ insgesamt rund zwölf Millionen Euro veranschlagt.

Vorbild Stuttgart: Baden-Württembergs Landeshauptstadt setzt seit 2001 auf Familiencard

In Stuttgart hat sich diese Familiencard längst etabliert. Das Angebot der baden-württembergischen Landeshauptstadt offeriert Kinder und Jugendlichen via Guthaben-Chip die Möglichkeit, zahlreiche Freizeitangebote vergünstigt zu nutzen. Die Familiencard in Stuttgart besteht laut den „Stuttgarter Nachrichten“ bereits seit 2001. Das Guthaben von 60 Euro pro Jahr und pro Kind kann hier beispielsweise in Theatern, Schwimmbädern oder in Sportvereinen genutzt werden.

Doch zurück nach Bremen: Die Koalitionsfraktionen in der Hansestadt haben abseits der geplanten Einführung der Familiencard noch weiter Projekte präsentiert. So sind 2,5 Millionen Euro für den Ausbau niedrigschwelliger Betreuungsangebote in Kindertagesstätten vorgesehen. Hiermit soll die für Eltern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessert werden.

Darüber hinaus stehen 1,8 Millionen Euro zur Verfügung, um den Unterricht an Grundschulen in sozial schwachen Stadtteilen in Bremen mit jeweils zwei Lehrkräften besetzen zu können. Zudem plant die Koalition 2,3 Millionen Euro für die Verstärkung der Sprachförderung ein. Denn bislang fallen viele Kinder bei der Sprachstandserhebung von Vorschülern durchs Raster, da ihre Eltern sie nicht beim sogenannten Primo-Sprachtest vorstellen. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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