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400 Jahre Hafen in Bremen-Vegesack: Festwochenende zum Jubiläum

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Von: Thomas Kuzaj

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Organisatoren und Akteure des Vegesacker Hafengeburtstags – über allen „schwebt“ die Bremer Stelzenkünstlerin Janine Jaeggi in einem bunten Kostüm.
Organisatoren und Akteure des Vegesacker Hafengeburtstags – über allen „schwebt“ die Bremer Stelzenkünstlerin Janine Jaeggi in einem bunten Kostüm. © Artischocke Medien & Marketing

Bremen – Deutschlands erster künstlicher Hafen wird 400 Jahre alt – der Vegesacker Hafen, der im Jahr 1622 seinen Betrieb aufgenommen hatte. Das Jubiläum wird in diesem Jahr tüchtig gefeiert; nicht zuletzt, weil es auch ein Thema für den wieder anlaufenden Städtetourismus ist.

Der Verein „Vegesack-Marketing“ jedenfalls ist kaum zu bremsen. Zum Auftakt gibt‘s von Freitag, 13. Mai, bis Sonntag, 15. Mai, ein Festwochenende mit Live-Musik, Trubel und einem „Musik-Wasser-Licht-Spektakel“. Die Feierlichkeiten stehen unter dem Motto „Fette Töne, straffe Segel, buntes Treiben“.

Unter anderem tritt der Bremer Soul-Sänger Florian Bosum auf. Nie gehört? Kein Wunder, denn er nennt sich ja auch Flo Mega. Am Sonnabend, 14. Mai, ist er der Top-Act auf der großen Festbühne am Vegesacker Hafen (der im Festprogramm durchgehend nostalgisierend mit „Haven“ geschrieben wird, das aber machen wir nicht mit). Angekündigt wird Flo Mega für 22 Uhr. Vor ihm sind um 20.15 Uhr die deutsche Ska-Stars „The Busters“ an der Reihe, und wiederum davor „Paloma & The Matches“ (um 18.45 Uhr) und „Tenski“ (um 17.45 Uhr). Der Eintritt ist frei. Shanty-Klänge sind natürlich ebenfalls zu hören – auf der Bühne am Vegesacker „Geschichtenhaus“. Der „Seemannschor Vegesack“ zum Beispiel singt hier um 12 Uhr. Für 15.30 Uhr wird der „Bremer Shantychor“ angekündigt.

Stelzen- und Licht-Spektakel mit Orchester

Am Sonntag, 15. Mai, spielt die „Big Band Bremen“ zum Frühschoppen (12 Uhr). Die Band „Lenna“ aus Stuhr spielt um 17.30 Uhr. Um 21.15 Uhr beginnt das Finale des Wochenendes mit dem Jugendsinfonieorchester der Musikschule Bremen. Das Team von „Stelzen-Art“ ist mit einem (so die Ankündigung) „Unterwasser-Hofstaat aus schillernden Quallen und leuchtenden Fischen“ unterwegs, dazu gibt es eine Lichtshow.

Vom Finale zurück zum Auftakt. Zur Einstimmung spielen am Freitag, 13. Mai, zunächst die „Flying Soul Toasters“ (19 Uhr) und anschließend „Afterburner“ (21.30 Uhr). Und wiederum einen Tag zuvor gibt es auch schon etwas zu sehen. Denn bereits am Donnerstag, 12. Mai, läuft eine Flotte von Traditionsschiffen im Herzen Vegesacks ein und macht im Hafen sowie an der Lesummündung fest. Zur Flotte zählt auch die „Großherzogin Elisabeth“. Mit dem Dreimastsegler „General Zaruski“ reist die Danziger Stadtpräsidentin Aleksandra Maria Dulkiewicz in Begleitung einer polnischen Jugenddelegation an. Zum Festprogramm zählen dann auch Schiffsbesichtigungen und Rundfahrten.

Im Jahr 1619 hatten die Bauarbeiten für das künstliche Hafenbecken begonnen. Gedacht war Vegesack „als Winterhafen für Seeschiffe“, wie es im „Großen Bremen-Lexikon“ des Historikers Herbert Schwarzwälder (1919 bis 2011) heißt. Sichere Liegeplätze sollten die Schiffe vor Unwettern und Plünderern schützen. Zudem sollten Seeschiffe in Vegesack gelöscht werden, da sie „zu dieser Zeit nicht mehr bis Bremen kamen“. Denn die Weser versandete damals zunehmend.

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