Bauressort veröffentlicht digitales Kataster / Senator setzt auf Innenentwicklung

2600 Baulücken im Netz

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Aufbaufähig sind unter anderem die Gebäude an der Carl-Ronning-Straße. Anders ausgedrückt, heißt das: Die Grundstücke sind „untergenutzt“.

Bremen - Baugrundstücke sind Mangelware. Doch es gibt sie überall in der Stadt. Versteckt in dicht besiedelten Wohngebieten. Das macht ein Blick ins kommunale Baulückenkataster deutlich – das führt gegenwärtig rund 2600  Baulücken.

Das Bauressort hat das Kataster jetzt als Webseite veröffentlicht. Ziel sei es, die individuelle Suche nach einem Baugrundstück zu erleichtern, heißt es.

Programm hat sich seit 1990 bewährt

„Mit dem Service verbessern wir das Informationsangebot des bewährten und wohnungspolitisch anerkannten Bremer Baulückenprogramms ganz erheblich“, sagt Bausenator Joachim Lohse (Grüne). Mit dem Programm sollen potenzielle Wohnbauflächen aufgezeigt werden, um so die Innenentwicklung Bremens zu stärken. Laut Bauressort sind die Grundstücke ungenutzt oder untergenutzt und eignen sich vor allem für Wohngebäude.

Das Baulückenprogramm gibt es seit 1990. Und das mit einigem Erfolg: Rund die Hälfte aller seither in Bremen neu gebauten Wohnungen ist allein in Baulücken entstanden. „Damit hat anfangs wohl niemand gerechnet“, sagte Eberhard Mattfeldt, der das Baulückenprogramm steuert. Der Architekt sagt: „Wir haben das Potenzial der Baulücken deutlich unterschätzt und dieses Bauland ist noch längst nicht ausgeschöpft.“

Die Mobilisierung des Baulandpotenzials soll neue Angebote für die Wohnnachfrage in den Bestandsgebieten schaffen und die teure Erschließung zusätzlicher Neubaugebiete auf der grünen Wiese begrenzen. Lohse sagt: „Die Innenentwicklung schafft Wohnraum an der richtigen Stelle. Innenentwicklung ist deshalb gut für die nachhaltige städtebauliche Entwicklung Bremens, sorgt für schonenden Umgang mit Grund und Boden und entlastet die Bremer Haushalte.“

Die gestreute Lage der Baulücken im gesamten besiedelten Stadtraum erschwert allerdings die Suche nach einem geeigneten Baugrundstück erheblich. Deshalb hat das Bauressort das digitale Baulückenkataster zu einem modernen geographischen Informationssystem weiterentwickelt. Die wichtigste Information, die Lage der Baulücken, zeigt das Baulücken-Web-Gis in Grundkarten, Katasterkarten und Luftbildern. In dieses Abbild der Stadt sind erstmals auch die Bebauungspläne georeferenziert eingebunden. Das Baulücken-Web-Gis biete außerdem eine Straßensuchfunktion und Filter nach unterschiedlichen Kriterien, beispielsweise nach Stadtteilen oder der Grundstücksgröße.

Die Arbeitsgruppe Baulücken des Bauressorts pflegt und aktualisiert die Datenbasis des Baulückenkataster im Netz. Koordinator Mattfeldt sagt: „Wir legen Wert auf Aktualität, aber auch auf Richtigkeit und eine hindernisarme Gestaltung.“

je

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