Fischpralinen mit Honig und andere Üngewöhnlichkeiten in Bremen

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Gut bezahnt: die beiden Fisch-Exoten Seeteufel (vorne) und Felsenbarsch auf einem Stand der Fachmesse „fish international“.

Bremen. „Der Verbrauch von Fisch und Meeresfrüchten ist im vergangenen Jahr erneut gestiegen - von 15,5 auf 16 Kilo pro Kopf“, sagt der Geschäftsführer des Fisch-Informationszentrums in Hamburg, Matthias Keller. Dabei ist vielen Kunden nicht mehr egal, woher der Fisch auf ihrem Tellern stammt. Die Nachfrage nach Produkten aus nachhaltigem Fischfang habe sich deutlich erhöht, stellte Keller fest. Auch bei der Fachmesse „fish international“, die am morgigen Sonntag in Bremen beginnt, steht die Nachhaltigkeit im Mittelpunkt.

Die Veranstalter erwarten rund 300 Aussteller aus 27 Ländern. Obwohl es mittlerweile Siegel wie das des Marine Stewardship Councils für nachhaltig gefangenen Fisch gibt, sind viele Verbraucher verunsichert, welche Arten sie überhaupt noch kaufen können. So gilt der Nordsee-Kabeljau als überfischt. Der Barentssee-Kabeljau hat sich nach Angaben des Instituts für Ostseefischerei dagegen so gut erholt, dass er jährlich 600 000 Tonnen Ertrag liefert. „Es ist ausgesprochen schwer für den Verbraucher zu beurteilen, ob ein Kabeljau-Filet aus einem überfischten Bestand kommt oder nicht“, sagte der stellvertretende Institutsleiter Christoph Zimmermann, der Deutschland im Internationalen Rat für Meeresforschung vertritt. Deshalb setzen die Experten in erster Linie auf ein Umdenken des Einzelhandels und der Gastronomie. „Der Verbraucher ist überfordert, deshalb muss er sich auf die Einkäufer verlassen können“, sagte Keller.

Auf der „fish international“ können sich die rund 12.000 erwarteten Fachbesucher in Vorträgen und Seminaren über Nachhaltigkeit Fang bis zum Handel informieren. Darüber hinaus präsentieren die Aussteller bis einschließlich Dienstag zahlreiche Neuheiten für den Gaumen, aber auch in der Technik.

Ungewöhnlichen Genuss versprechen unter anderem Fischpralinen mit Honig und Mandeln oder Frühlingsblüten, der vietnamesische Rotflossenwels und Heringsröllchen in Zimt-Weintraubensoße. Innovationen wie Reinigungsroboter und ein Greifwerkzeug, das Fischfilets automatisch verpackt, sollen für eine hygienischere Herstellung sorgen.  lni

Externe Links

www.fishinternational.com

www.portal-fischerei.de

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