18000 Besucher beim „Open Campus“ auf dem Areal der Bremer Uni

Eis aus dampfender Schüssel

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Keno (6) beschäftigt sich im Fachbereich 3 mit geometrischen Körpern.

Bremen - Von Christian Göttling. Zum zweiten Mal hat die Bremer Uni am Wochenende unter dem Motto „Welten öffnen – Wissen teilen“ zum Festival „Open Campus“ eingeladen. In 40 Pagodenzelten auf der grünen Wiese des Campus-Parks informierten sich nach Uni-Angaben etwa 18000 Besucher über das Uni-Geschehen.

Sämtliche Fachbereiche sowie zahlreiche Institute und Service-Einrichtungen der Universität präsentierten dabei ihre Arbeit und Forschungsprojekte, gaben Einblicke in den Unialltag und Antworten auf die Fragen der Bürger. Ein buntes Rahmenprogamm mit Musik- und Tanzdarbietungen, Science-Shows und Kindercampus sorgte für eine gelöste Atmosphäre.

Für die Besucher des Campus-Parks gab es einiges zu entdecken – wie zum Beispiel im Zelt des Fachbereichs 2 (Biologie und Chemie): Hier gab es Eis aus einer dampfenden Schüssel zu kosten, ausgeben von einem Wissenschaftler mit Schutzbrille und weißen Kittel. „Chemie-Eis“, wie er betonte.

Wer sich traute, von dem Eis zu kosten, der erlebte eine freudige Überraschung, denn bei dem Chemie-Eis handelte es sich um leckeres Schokoladeneis, hergestellt aus Schokopulver und Sahne unter Verwendung von Trockeneis als Kühlmittel. Genau das Richtige bei den sommerlichen Temperaturen. „Damit wollen wir zeigen, dass Chemie ein Teil unseres Alltags ist und nicht nur etwas, das in den Laboren stattfindet“, berichtete Sven, Student des Fachbereichs, während er jemandem half, die DNA seiner Spucke zu absorbieren – Chemie wurde hier zum Erlebnis.

Im Zelt des Fachbereichs 3 (Mathematik und Informatik) wiederum bastelten Kinder geometrische Formen zusammen und knackten die geheime Botschaft eines Hexa-Flexagons. Gleich daneben warf ein Mädchen an einem Computer mit einer 3-D-Animation und zwei ungewöhnlichen Joysticks virtuelle Gegenstände in einen Brunnen.

Was wie ein Computerspiel anmutet, dient der sogenannten Kollisionserkennung. Ein Tool zum virtuellen Test der Wartungsfähigkeit von Prototypen. Entwickelt wurde das Programm für die Unternehmen Volkswagen und Airbus, wo es seit langem erfolgreich im Einsatz ist, wie Dr. René Weller erklärte.

Wer eine Auszeit von der Wissenschaft brauchte, konnte einen Stopp an einem der zahlreichen Imbissstände einlegen oder bei einer der unterhaltsamen Wissenschaftsshows zusehen. Für die kleinen Besucher gab es eine Kinder-Uni. Dort konnten sie Gipsabgüsse von Fossilien, Mineralien und Haifischzähnen machen, die sie mit nach Hause nehmen durften. Für alle, die die Uni und den Uni-Alltag noch genauer erkunden wollten, gab es Führungen durch das Bibliotheks-Magazin, das Computer-Zentrum und die Forschungslabore.

Da zum Uni-Leben nicht nur das Forschen, sondern auch das Feiern gehört, endete das „Open-Campus“- Festival mit einer großen Party mit Konzerten und DJs.

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