1 400 Flüchtlinge kommen in Schulen

Sturm: Zelte werden evakuiert

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1400 Flüchtlinge müssen in Bremen wegen Sturmwarnung über Nacht Zelte verlassen.

Bremen - Das Bremer Sozialressort ließ am Dienstagabend die 1400 Flüchtlinge aus allen vier Zeltstandorten evakuieren und in Schulen bringen. Grund für die Evakuierung ist die angekündigte Unwetterwarnung.

Mit Gelenkbussen der Bremer Straßenbahn AG (BSAG) werden die Asylsuchenden ab in die Schulen gefahren, berichtete Bernd Schneider, Sprecher des Sozialressorts. Den Angaben zufolge drohen schwere Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 115 km/h (11 Beaufort). Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes wird die Warnung bis zehn Uhr morgen Früh aufrechterhalten.

Laut Schneider sind die Zelte nach Herstellerangaben wetterfest bis 10 Beaufort. Betroffen sind die vier Zeltstandorte an der Uni, am Überseetor, im Büropark Oberneuland und auf einem Gelände in Blumenthal mit zusammen rund 1400 Menschen. Das Bayernzelt in der Neustadt ist noch nicht belegt.

Das Sozialressort hat sich bemüht, die Wege für die Flüchtlinge kurz zu halten. Daher finden sie Unterkunft in den nahegelegenen Schulen. Das sind die Gesamtschule West, das Schulzentrum Ronzelenstraße, die Gesamtschule Ost und die Oberschule an der Egge mit dem Schulzentrum Blumenthal. Das Technische Hilfswerk (THW) stattet die Schulen mit Feldbetten aus, die Träger der Einrichtungen haben die Menschen noch am Abend mit Lunchpaketen versorgt. Die Aslbewerber werden vom Träger und vom Wachdienst begleitet, die Zelte bleiben die ganze Nacht über unter Aufsicht der Sicherheitsdienste, wie Schneider sagte. Das Sozialressort werde die Wetterlage im Blick behalten und heute Morgen entscheiden, wann Evakuierungsmaßnahme abgebrochen werden kann. BSAG-Busse fahren die Menschen dann zurück in ihre Zeltunterkünfte.

Zelte von Flüchtlingen in Bremen werden evakuiert

Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) bedauerte die notwendige Evakuierung: „Die Flüchtlinge in den Zelten leben ohnehin schon unter den schwierigsten Bedingung von allen. Dass sie nun auch noch ihre Notunterkunft räumen müssen, ist eine ganz besondere Härte, die bei vielen zu Verunsicherung führen wird.“ Sie dankte den beteiligten Schulen für ihre Unterstützung. Sie bedauerte, dass auch Unterrichtsausfälle möglicherweise nicht ganz zu vermeiden sein werden. Die Abläufe seien aber so geplant, dass der Schulbetrieb nur so weit beeinträchtigt werde, wie unbedingt erforderlich. gn

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