12000 Kinder bei „Klasse! Wir singen“

Liederfeste füllen die Stadthalle

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Singen in der Bremer Stadthalle – drei Liederfeste füllten die ÖVB-Arena gestern gleich dreimal.

Bremen - Kinder, wo das Auge hinschaut. Auf der Bürgerweide tummeln sich zahlreiche Kinderschlangen aus Bremen und Niedersachsen. Und alle 12000 Mädchen und Jungen haben nur ein Ziel – die Stadthalle (ÖVB-Arena) rocken. Erstmals war das Projekt „Klasse! Wir singen“ nach Bremen gekommen – und das gestern gleich mit drei Liederfesten nacheinander. Dreimal war die Halle voll, denn Erwachsene kamen ja auch noch mit.

Um 11 Uhr geht das erste Fest mit etwa 4000 Kindern der Jahrgangsstufen 1 bis 7 los. Während manche noch draußen auf Einlass warten, sitzen andere bereits auf ihren Plätzen. So auch die 1a der Grundschule Schwarme. Sechs Wochen haben die Schüler sich vorbereitet und sind schon wahnsinnig aufgeregt. Schließlich haben die Jungen und Mädchen auch noch nie vor so einem großen Publikum gesungen – 10000 Gäste werden pro Fest erwartet.

Bildungssenatorin Eva Quante-Brandt (SPD) ist von dem Projekt begeistert, denn gemeinsames Singen „beflügelt und macht einfach gute Laune. Singen können alle miteinander und so ist es auch eine Form von Inklusion.“

Unter Anleitung der Moderatorin Elke Lindemann stimmen sich die Kinder ein. Auch der Körper muss gelockert werden, dafür sorgt unter anderem das „Flugzeug“ – und so bewegen sich die Arme über den Kopf und gehen mit Schwung vor der Brust wieder runter. Dann gibt es noch ein paar Verhaltensregeln mit auf den Weg und die Kinder und das Publikum werden auf das erste Lied vorbereitet. Lindemann lässt erst die Kinder und dann die Zuschauer die Strophe „Singen macht Spaß, weil jeder es kann“ nachsingen.

Während die Kinder Vollgas geben, ist das Publikum noch recht zaghaft. Aber das ändert sich, als es richtig losgeht – und so singen auch die Großen fleißig mit. Es ist wohl der größte Chor, den die Stadthalle je erlebt hat.

Zum Programm gehören Volkslieder, Filmmusik und fremdsprachige Lieder wie „Morning has broken“ von Cat Stevens. Aber es geht auch pädagogisch zu, denn das Projekt möchte nicht nur das Kulturgut erhalten, sondern auch für ein friedliches Miteinander sorgen. Und so ruft das Lied „Im Land der Blaukarierten“ zur Toleranz auf: Egal, ob blau- oder grüngestreift oder gelbgetupft, im Land der Buntgemischten sind alle willkommen.

Natürlich steht auch der Spaß im Vordergrund und so tanzen die Kleinen ausgelassen im Takt. Nach dem im Kanon besungenen „Bruder Jakob“ verwandelt sich das Liederfest in ein Rockkonzert. Zu dem eigens komponierten Lied „Rock the Biber“ hüpft die ganze Halle, auch die Senatorin. Nach gut zwei Stunden sind die Kleinen völlig erschöpft, aber glücklich.

ag

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