Themenland Vietnam

117. Stiftungsfest des Ostasiatischen Vereins: Tempelgong und Curryessen

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Der Ostasiatische Verein feiert sein Stiftungsfest in der Oberen Rathaushalle.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Der Bremer Reeder Thomas Kriwat (Mercmarine, außerdem: Honorarkonsul von Sri Lanka) ist jüngst zu einem der drei kaufmännischen Schaffer für das Jahr 2020 gewählt worden. Die Schaffermahlzeit aber ist nicht das einzige bremische Traditionsereignis, mit dem Kriwat zu tun hat. Denn es gibt ja auch noch das Stiftungsfest des Ostasiatischen Vereins (OAV).

Als Vorsitzender des Ostasiatischen Vereins wird Kriwat am Freitag, den 23. Februar, beim 117. Stiftungsfest des OAV 370 Gäste im Bremer Rathaus begrüßen. Der Verein erwartet unter anderem allein elf Botschafter. „Tradition und Moderne miteinander zu verknüpfen ist eine wichtige Aufgabe des OAV, unser diesjähriges Themenland Vietnam ist dafür ein gutes Beispiel“, sagt Kriwat.

Vor Beginn des Stiftungsfests empfängt Wirtschafts- und Häfensenator Martin Günthner (SPD) die Botschafter sowie Ehrengäste im Senatssaal. Anschließend tragen sie sich in das Goldene Buch Bremens ein. Und danach, ja, danach ruft der Tempelgong alle Teilnehmer an die festlich gedeckten Tafeln in der Oberen Rathaushalle, wo das traditionelle Curryessen serviert wird.

Thomas Kriwat begrüßt 370 Gäste.

Es wird gegessen, es wird geredet, es werden Kontakte geknüpft und gepflegt. Der vietnamesische Ehrengast Dr. Truong Gia Binh wird eine der Reden halten. Er ist Mitbegründer der FPT Corporation in Hanoi. Es handelt sich um das größte Software-, IT- und Telekommunikationsunternehmen in Vietnam mit mehr als 33.000 Mitarbeitern, Vertretungen in 40 Ländern und einem Jahresumsatz von 1,8 Milliarden US-Dollar.

Ehrengast Philipp Rösler

Deutscher Ehrengast – mit vietnamesischen Wurzeln – ist der ehemalige Vizekanzler und Gesundheits- und Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP), der heute in New York für die vom chinesischen Mischkonzern HNA ins Leben gerufene Cihang Charity Foundation tätig ist.

Neben dem Botschafter aus Vietnam werden die diplomatischen Vertreter von Bangladesch, Brunei-Darussalam, Kambodscha, Laos, Malaysia, der Malediven, aus Nepal, Neuseeland, Singapur sowie Sri Lanka zum Stiftungsfest m Rathaus erwartet.

Der Ostasiatische Verein Bremen ist anno 1901 gegründet worden – als Treffpunkt bremischer Kaufleute und Kapitäne, die ihre Erinnerungen an ihre Zeit in Asien bewahren sowie die Verbindungen zu den dort lebenden Freunden, Auslandsdeutschen und Einheimischen pflegen wollten.

Förderung der Völkerverständigung

Bis heute versteht sich der Verein als geselliger Mittelpunkt für Menschen, die eine persönliche, berufliche sowie kulturelle Beziehung zu Asien pflegen. Erklärtes Ziel ist die Förderung der Völkerverständigung und das Verständnis und die Freundschaft zu den Menschen in Asien. Der Verein fördert unter anderem den Schüleraustausch mit Asien, kulturelle Einrichtungen und hilft auch bei Katastrophen.

Das Stiftungsfest wird stets am letzten Freitag im Februar gefeiert. Es begann einst als Jubiläumsfeier mit Curryessen im kleinen Kreis, entwickelte sich jedoch ziemlich schnell zu einer größeren Sache. Seit dem Jubiläumsjahr 1951 feiert der Ostasiatische Verein das Fest im Rathaus. Die Spendengelder gehen an das Hilfswerk Ostasien. Mit den Geldern werden in Notfällen – wie nach den Erdbeben in Nepal oder den Taifunschäden auf den Philippinen – Projekte zum Wiederaufbau unterstützt.

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