Waschmittel, Essig & andere Tricks

Waschmaschine oder Handwäsche? So wird Wolle schonend sauber

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Wolle ist neben Seide wohl eines der empfindlichsten Materialien, was das Waschen angeht. Wir haben Tipps zu Temperaturen, Waschmitteln & Co. für Sie.

Kaschmir, Alpaka, Merino: Wolle ist ein tierisches Produkt und deshalb sehr empfindlich. Das Material wird meist aus dem Pelz von Schafen, Ziegen oder Kamelen hergestellt. Und wie Sie ihr eigenes Haar behandeln, so sollten Sie auch mit der Wolle umgehen - und zwar vorsichtig.

Wir haben die richtigen Tipps rund um Waschtemperaturen, Waschmittel und Weichspüler für Sie bereit.

Wolle waschen: Müssen die Farben getrennt werden?

Auch bei Wolle muss die Wäsche wie bei allen anderen Materialen vor dem Waschen nach Farben getrennt werden, da es sonst zu Verfärbungen kommen kann. Waschen Sie weiße und helle Wäsche zusammen, danach können Sie noch in bunte und dunkle Kleidung aufteilen. Um Verfärbungen zu vermeiden, sollten Sie die Wäsche außerdem immer auf links drehen und Reißverschlüsse schließen.

40 Grad oder lieber Handwäsche? Diese Temperaturen brauchen Sie beim Wolle waschen

Generell kann Wolle in der Waschmaschine gereinigt werden, jedoch nur bei geringen Temperaturen. Da sind 40 Grad oft schon zu viel. Lieber sollten Sie das Gerät auf 30 Grad oder weniger und auf ein spezielles Wollwaschprogramm einstellen, falls vorhanden. Beachten Sie zuvor allerdings das Pflegeetikett Ihres Kleidungsstückes. Dort steht in der Regel, ob es in der Waschmaschine gewaschen werden kann oder nicht.

Am schonendsten ist allerdings die Handwäsche in der Badewanne oder dem Waschbecken - solange Sie es richtig machen. Denn auch hier sollten die Temperaturen nicht zu hoch sein und viel Wasser verwendet werden. So können Sie dann ein wenig Wollwaschmittel auflösen und anschließend die Wäsche locker darin bewegen. Zuvor sollten Sie die Wollwäsche allerdings noch mit klarem Wasser derselben Temperatur durchnässen.

Sollte Ihre Waschmaschine über ein Handwaschprogramm verfügen, können Sie dieses ebenfalls für Wolle anwenden. Dieses ist meist bei modernen Geräten vorhanden.

Auch interessant: Handwäsche oder Waschmaschine? So wird Seide wieder sauber.

Auch ohne Wollwaschmittel: Welches Waschmittel kann ich beim Waschen von Wolle benutzen?

Ein spezielles Wollwaschmittel ist am besten auf die Wäsche abgestimmt. Allgemein sollten Sie allerdings darauf achten, dass das Waschmittel rückfettend ist, da diese Eigenschaft für die Pflege der Fasern wichtig ist. Ebenso muss es mild sein und einen neutralen pH-Wert haben.

Vollwaschmittel und Colorwaschmittel sind da eher weniger geeignet, da sie alkalisch wirken und sogar Löcher in Wollwäsche entstehen lassen können. Zudem besteht Wolle zu einem Teil aus Eiweiß, genauer gesagt Keratin - und dieses reagiert nicht gut auf die Enzyme, die in normalen Waschmitteln enthalten sind. Diese spalten die Eiweiße nämlich auf, wodurch sich im Stoff Knötchen bilden oder das Material verfilzt. Achten Sie beim Kauf also auf das Enzym Protease - dieses sollte nicht in Ihrem Wollwaschmittel enthalten sein.

Erfahren Sie hier, wie Sie Daunendecken ohne Verklumpungen waschen.

Ebenso sollten Sie auf Waschpulver verzichten, da diese oft aggressiver sind als Flüssigwaschmittel. Damit das Waschmittel jedoch auch bei niedrigen Temperaturen unter 30 Grad gut wirkt, braucht es eine sogenannte Kaltwaschformel beziehungsweise ein Produkt mit der Bezeichnung Niedrigtemperatur-Waschmittel.

Wolle waschen: So hilft Ihnen Shampoo dabei

Wie bereits erwähnt, sollten Sie mit Wolle so umgehen, wie Sie auch mit Ihrem eigenen Haar umgehen würden - und das können Sie wörtlich nehmen. Denn wer kein passendes Wollwaschmittel zur Hand hat, kann die Wäsche auch mit Shampoo waschen. Allerdings sollte dieses mild sein und einen neutralen pH-Wert haben. Auf Shampoos für Babys trifft dies meist zu.

So benutzen Sie Seife zum Wolle waschen

Wer beim Waschen gerne auf Seife zurückgreift, sollte damit sparsam umgehen. Denn Seife entzieht der naturbelassenen Wolle wichtiges Wollfett (Lanolin) - und das macht oft die Qualität des Kleidungsstückes aus. Besser sind dann Seifenflocken oder Schmierseife, wie das Online-Portal Wollhandwerk schreibt.

Lesen Sie hier: Handtücher richtig waschen - das müssen Sie beachten.

Waschen Sie Wolle - mit dem Hausmittel Essig

Die Wolle ist nach der Wäsche ausgeblichen oder nicht mehr so frisch wie vorher? Kein Problem: Essig bringt Farben wieder zum Leuchten. Geben Sie während der Handwäsche beim Durchspülen mit klarem Wasser einfach einen Schuss Essig hinzu - schon bringen Sie die Farben wieder hervor.

Ist ein Weichspüler beim Wolle waschen sinnvoll?

Weichspüler sollten Sie bei Wolle nicht anwenden. Er beschädigt nur die empfindlichen Fasern - weshalb die Wäsche hinterher oft ausleiert und an Form verliert. Generell kommen Sie beim Waschen oft gut ohne Weichspüler aus. Warum das so ist, lesen Sie hier.

Darf ich Wolle schleudern lassen?

Solange Sie es mit den Umdrehungen nicht übertreiben, kann Wolle auch schonend geschleudert werden. 600 bis 800 Umdrehungen sind hierbei völlig ausreichend. Allerdings sollte nicht zu viel Wollwäsche auf einmal in der Waschmaschine landen, da sich die Stoffe ansonsten verziehen. Ein Kilogramm pro Trommel ist genug. Auch hier ist ein Wollwaschprogramm wieder sehr hilfreich, da es schon die richtigen Voreinstellungen parat hat.

Wolle trocken: Wie mache ich es richtig?

Nasse Wolle ziehen Sie sanft in Form - niemals zu sehr daran rupfen oder auswringen - und rollen sie ausgebreitet in ein Handtuch ein. Drücken Sie überschüssiges Wasser heraus und breiten Sie die Wäsche anschließend auf einem Frotteetuch aus. Dieses können Sie auch auf einen Wäscheständer legen. Wichtig ist nur, dass Wollwäsche nicht hängend trocknet, da sie so an Form verliert und ausleiert.

Außerdem kommt Wolle nicht auf die Heizung oder in die Sonne, da die Fasern sonst hart werden. Steht es ausdrücklich auf dem Herstelleretikett, dann kann die Wäsche auch in den Trockner.

Lesen Sie hier: Was Sie beim Waschen der Bettwäsche wissen sollten.

fk

Machen Sie beim Wäsche waschen bloß nicht diese Fehler

Werfen Sie Kleidung nie mit geöffnetem Reißverschluss in die Maschine. In den Zähnen können sich dünne Stoffe - wie bei Blusen - leicht verhaken und Löcher verursachen.
Werfen Sie Kleidung nie mit geöffnetem Reißverschluss in die Maschine. In den Zähnen können sich dünne Stoffe - wie bei Blusen - leicht verhaken und Löcher verursachen. © pixabay
Dass die Wäsche nach Farben sortiert werden sollte, ist mittlerweile jedem bekannt: Dunkel, hell und farbig verträgt sich nicht gut - und führt zu unschönen Verfärbungen der Kleidung. Doch achten Sie auch auf das Material der Kleidungsstücken: Nicht alle Textilien haben die gleichen Reinigungsanforderungen.
Dass die Wäsche nach Farben sortiert werden sollte, ist mittlerweile jedem bekannt: Dunkel, hell und farbig verträgt sich nicht gut - und führt zu unschönen Verfärbungen der Kleidung. Doch achten Sie auch auf das Material der Kleidungsstücken: Nicht alle Textilien haben die gleichen Reinigungsanforderungen. © pixabay
Vergessen Sie nicht, dunkle Wäsche auf links zu drehen, bevor Sie sie in die Waschmaschine stecken - dann färbt sie nicht so schnell aus.
Vergessen Sie nicht, dunkle Wäsche auf links zu drehen, bevor Sie sie in die Waschmaschine stecken - dann färbt sie nicht so schnell aus. © pixabay
Auf Weichspüler können Sie beim Waschen getrost verzichten. Er macht die Wäsche zwar weicher und geschmeidiger, trägt aber nicht viel dazu bei, dass die Kleidung sauberer wird.
Auf Weichspüler können Sie beim Waschen getrost verzichten. Er macht die Wäsche zwar weicher und geschmeidiger, trägt aber nicht viel dazu bei, dass die Kleidung sauberer wird. © pixabay
Auch auf spezielle Mittel zur Entkalkung können Sie verzichten, da die meisten Waschmittel diese ohnehin enthalten.
Auch auf spezielle Mittel zur Entkalkung können Sie verzichten, da die meisten Waschmittel diese ohnehin enthalten. © pixabay
Für bestimmte Kleidungsstücke wie Badeanzüge empfiehlt sich die Handwäsche und nicht die Waschmaschine. Der Grund? Beim Schleudern kann sich der Stoff verknoten oder ausleiern.
Für bestimmte Kleidungsstücke wie Badeanzüge empfiehlt sich die Handwäsche und nicht die Waschmaschine. Der Grund? Beim Schleudern kann sich der Stoff verknoten oder ausleiern. © pixabay
Oft werden Waschmaschinen bis zum Rand vollgestopft, um möglichst viel Wäsche auf einmal zu reinigen. Doch je mehr Kleidungsstücke Sie hineinverfrachten, umso weniger sauber werden sie. Es sollte immer noch ein wenig Luft in der Maschine sein.
Oft werden Waschmaschinen bis zum Rand vollgestopft, um möglichst viel Wäsche auf einmal zu reinigen. Doch je mehr Kleidungsstücke Sie hineinverfrachten, umso weniger sauber werden sie. Es sollte immer noch ein wenig Luft in der Maschine sein. © pixabay
Wenn Sie mehrere Waschgänge benötigen, um den Waschberg zu bewältigen, dann tun Sie das am besten gleich nacheinander. So kann die Maschine noch die Restwärme vom vorangegangenen Waschgang verwerten und Sie sparen etwas Strom.
Wenn Sie mehrere Waschgänge benötigen, um den Waschberg zu bewältigen, dann tun Sie das am besten gleich nacheinander. So kann die Maschine noch die Restwärme vom vorangegangenen Waschgang verwerten und Sie sparen etwas Strom. © pixabay
Beim Waschpulver sollten Sie nicht übertreiben: Zu viel davon kann zu weißen Flecken auf der Kleidung sorgen. Und wer das Fach nicht richtig säubert, riskiert, dass sich Schimmelporen bilden, die später an der Kleidung haften.
Beim Waschpulver sollten Sie nicht übertreiben: Zu viel davon kann zu weißen Flecken auf der Kleidung sorgen. Und wer das Fach nicht richtig säubert, riskiert, dass sich Schimmelporen bilden, die später an der Kleidung haften. © pixabay

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