Stiftung Warentest

Vollwaschmittel: Gel-Kissen haben gegen Pulver keine Chance

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Gras, Konfitüre und Espresso (von oben nach unten): Pulvrige Vollwaschmittel (zweite Reihe) entfernten im Test die Flecken besser als Gelkissen.

Die Vielfalt und Wirkung von Waschmitteln sind groß: Sogar Vollwaschmittel in Pulver- und in Gelform unterscheiden sich, wie Stiftung Warentest nun festgestellt hat.

Berlin - Kissen mit Waschgel wirken praktisch: Sie sind handlich, man muss sie nicht dosieren. Aber in einer Stichprobe der Stiftung Warentest von Produkten mit Vollwaschmitteln zeigt sich, dass Gelkissen mit Pulver meist nicht mithalten können.

Waschmittelkissen erhielten nur die Noten "ausreichend" oder "mangelhaft". Von den getesteten pulvrigen Vollwaschmitteln erzielten hingegen elf Produkte die Note "gut" und fünf "befriedigend". Nur zweimal wurde ein "Ausreichend" vergeben.

Warum sind Pulver besser?

Anders als in allen Flüssigvarianten - und dazu zählen auch die Gelkissen - steckt in pulverförmigem Vollwaschmittel Bleichmittel. Dieses lässt sich in Gels nicht stabil einbinden, erklärt die Zeitschrift "test" (Ausgabe 10/2018). Bleiche bringt Vorteile beim Entfernen von Flecken und löst Grauschleier von weißer Wäsche. Dafür können laut Forum Waschen flüssige Varianten aufgrund ihrer etwas anderen Zusammensetzung Fett oft etwas besser lösen.

Was ist unter den Pulvern besser: Marken- oder Discounterware?

Von den elf der 18 getesteten Vollwaschmittel in Pulverform mit der Endnote "gut" stammen neun von Eigenmarken der Supermärkte und Drogerien, nur zwei tragen Markennamen. Trotzdem lässt sich die Frage anhand des Test nicht grundsätzlich beantworten: Die zwei Testsieger mit der Note 2,0 sind zwar Produkte von Eigenmarken, aber zwei weitere Produkte genau dieser Marken landeten auch im unteren Drittel des Testes.

Waschen Kompaktprodukte reiner als herkömmliche?

Die Warentester haben von einigen Marken zwei Pulverprodukte getestet - jeweils eines aus der kleineren Tüte und aus dem größeren Karton. Der Unterschied besteht in der Konzentration der Wirkstoffe, in Kompaktwaschmitteln ist sie größer. Auch die Waschleistung war in fünf von sechs Fällen bei den kompakten Produkten in den kleinen Tüten besser. Erkennbar sind die Produkte an Namenszusätzen wie zum Beispiel "Ultra", "compact", "plus" - und natürlich an der Verpackungsgröße sowie den Angaben zur Dosierung.

Auch interessant: Flüssig oder Pulver? So entscheiden Sie sich für das richtige Waschmittel.

Wann nehme ich überhaupt Vollwaschmittel?

Vollwaschmittel wird oft auch als Universalwaschmittel bezeichnet und ist, wie der Name schon andeutet, breit einsetzbar. Es ist vor allem geeignet für stark Verschmutztes und für Weißes. Aufgrund seiner Bleichmittel und weiterer optischer Aufheller entfernen solche Produkte zwar gut farbige Flecken und wirken dem Vergilben von weißer Wäsche entgegen, aber das schadet empfindlichen Stoffen. Wolle und Seide sollte man nicht damit waschen, rät das Forum Waschen.

Außerdem weist die Verbraucherzentrale Hamburg darauf hin, dass sich selbst bei Hinweisen auf der Verpackung wie "Für Weißes und Buntes" die Farben der bunten Kleidung auf Dauer verändern werden. Das gelte auch für flüssige Vollwaschmittel. Sie enthalten zwar keine Bleiche, aber optische Aufheller.

Passend dazu: Darum muss das Waschmittel für den Hauptgang aus Pulver sein.

dpa

Machen Sie beim Wäsche waschen bloß nicht diese Fehler

Werfen Sie Kleidung nie mit geöffnetem Reißverschluss in die Maschine. In den Zähnen können sich dünne Stoffe - wie bei Blusen - leicht verhaken und Löcher verursachen.
Werfen Sie Kleidung nie mit geöffnetem Reißverschluss in die Maschine. In den Zähnen können sich dünne Stoffe - wie bei Blusen - leicht verhaken und Löcher verursachen. © pixabay
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Dass die Wäsche nach Farben sortiert werden sollte, ist mittlerweile jedem bekannt: Dunkel, hell und farbig verträgt sich nicht gut - und führt zu unschönen Verfärbungen der Kleidung. Doch achten Sie auch auf das Material der Kleidungsstücken: Nicht alle Textilien haben die gleichen Reinigungsanforderungen. © pixabay
Vergessen Sie nicht, dunkle Wäsche auf links zu drehen, bevor Sie sie in die Waschmaschine stecken - dann färbt sie nicht so schnell aus.
Vergessen Sie nicht, dunkle Wäsche auf links zu drehen, bevor Sie sie in die Waschmaschine stecken - dann färbt sie nicht so schnell aus. © pixabay
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Auf Weichspüler können Sie beim Waschen getrost verzichten. Er macht die Wäsche zwar weicher und geschmeidiger, trägt aber nicht viel dazu bei, dass die Kleidung sauberer wird. © pixabay
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Auch auf spezielle Mittel zur Entkalkung können Sie verzichten, da die meisten Waschmittel diese ohnehin enthalten. © pixabay
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Oft werden Waschmaschinen bis zum Rand vollgestopft, um möglichst viel Wäsche auf einmal zu reinigen. Doch je mehr Kleidungsstücke Sie hineinverfrachten, umso weniger sauber werden sie. Es sollte immer noch ein wenig Luft in der Maschine sein. © pixabay
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