Urteil: Hausbesitzer haften nicht immer für Dachlawinen

München - Für Schäden durch Dachlawinen müssen Hausbesitzer nicht immer haften. Das geht aus einer am Montag veröffentlichten Entscheidung des Münchner Amtsgerichts hervor.

Geklagt hatte ein Autofahrer, dessen Wagen in München auf einem öffentlichen Parkstreifen stand und von einem abgebrochenen Eiszapfen beschädigt wurde, der von einem Hausdach fiel. Die 2216 Euro für die Reparatur verlangte der Autofahrer von dem Hausbesitzer, doch dieser lehnte ab – zu Recht, wie das Gericht urteilte. Das Haus sei vorschriftsmäßig mit Schneefanggittern ausgestattet gewesen. Damit sei der Hausbesitzer seiner Verkehrssicherungspflicht nachgekommen. Zur Zeit des Unfalls sei zudem das Wetter schön gewesen und es habe kein Schnee auf den Straßen gelegen. Eine erhöhte Gefahr durch Dachlawinen, die das Aufstellen von Warnschildern erfordert hätte, sei nicht absehbar gewesen. (Az.: 132 C 11208/08).

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