Tipps von der Elektro-Innung Diepholz

Multimedia, Heizung und Licht zentral steuern

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Matthias Wendland ist der Obermeister der Elektro-Innung Diepholz.

Hat der Bauherr Arbeiten „schwarz“ ausführen lassen, kann er keine Gewährleistung geltend machen, wenn die Leistung am Ende mangelhaft ist. Wegen der Schwarzarbeit ist der Vertrag nichtig. Darauf macht Matthias Wendland, Obermeister der Elektro-Innung Diepholz, aufmerksam. Kreiszeitungsmitarbeiterin Martina Kurth-Schumacher sprach mit dem Sulinger.

Nennen Sie uns ein wichtiges Auswahlkriterium für einen guten Fachmann. 

Matthias Wendland: Die Auswahl hängt sehr davon ab, welche Arbeiten ausgeführt werden sollen. Im Bereich der energetischen Gebäudesanierung kann es Sinn machen, einen Betrieb auszuwählen, der die Zusatz-Qualifikation „Gebäudeenergieberater“ vorweisen kann; eine Liste der Fachleute gibt es im Netz unter www.handwerk-diepholz-nienburg.de. Viele Betriebe zeigen auf ihren Internet-Seiten Referenz-Objekte. Es lohnt sich, diese genauer anzuschauen. Der Betrieb sollte auf jeden Fall in der Handwerksrolle eingetragen sein.

Welche Trends können Sie in der Region feststellen?

Matthias Wendland: Ich würde den Trend mit intelligent, individuell und flexibel beschreiben. Bauherren legen Wert auf eine Bauweise, die die Energiekosten niedrig hält (Beispiel Passivhaus). Steuerungsfunktionen spielen in der modernen Haustechnik eine immer größere Rolle. Viele Bauherren wünschen sich die Möglichkeit, Funktionen des täglichen Bedarfs zentral zu steuern wie Licht, Heizung, Warmwasser, Alarmanlagen und Multimedia. Die moderne Steuerung erledigt unendliche viele Handgriffe ganz automatisch und erkennt sogar, ob sich der Bewohner im Haus befindet. Heizungsanlagen können über diese Technik per Ferndiagnose gewartet und sogar repariert werden, denn die Heizung ruft nahezu selbstständig um Hilfe. Mit der intelligenten Haussteuerung sind durchaus nennenswerte Einsparmöglichkeiten vorhanden. Man legt aktuell Wert auf eine Gestaltung, die das eigene Lebensgefühl widerspiegelt. Im Trend liegt außerdem das barrierefreie Bauen, denn die Bauherren möchten ihre Immobilie bis ins hohe Alter nutzen.

Viele sanieren oder bauen in Eigenleistung. Was spricht denn für einen Fachmann? 

Matthias Wendland: Auf jeden Fall spricht für einen Fachmann die Gewährleistung beziehungsweise Garantie. Ein Fachbetrieb, der die Arbeiten ausführt, haftet für diese innerhalb der Gewährleistungsfrist. Innungsbetriebe haben über ihre Fachverbände oftmals die Möglichkeit, auf Haftungserweiterungen der Hersteller zurückzugreifen und bieten damit mehr als die bloße gesetzliche Gewährleistung. Dass bei „Schwarzarbeit“ keinerlei Ansprüche bestehen, hat der Bundesgerichtshof erst im vergangenen Jahr noch einmal bestätigt.

Was möchten Sie unseren Lesern noch mit auf den Weg ­geben?

Matthias Wendland: Die Kunden geben anspruchsvolle Arbeiten in Auftrag und erwarten mit Recht eine technisch einwandfreie Ausführung. Wichtig ist es, am Ball zu bleiben und für die entsprechende Wartung der Objekte zu sorgen. Mein Tipp ist, Wartungsverträge abzuschließen. Sie können die Gewährleistung verlängern.

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