Starre Klauseln gelten nicht

Wann sind Schönheitsreparaturen fällig?

+
Die Küche muss in der Regel nach drei Jahren gestrichen werden.

Berlin - Schönheitsreparaturen sind eigentlich Sache der Vermieter. Meist übertragen sie diese Aufgabe aber ihren Mietern. Allerdings müssen diese nicht in jedem Fall zum Pinsel greifen. Entscheidend sind Mietdauer und Grad der Abnutzung.

Starre Fristen für Schönheitsreparaturen in Mietwohnungen sind unzulässig. Trotzdem schreibt der Mietvertrag oft vor, in gewissen Abständen zu renovieren. „Das ist auch erlaubt“, erklärt Inka-Marie Storm vom Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland in Berlin. Voraussetzung ist aber, dass die Klausel offen formuliert ist, also zum Beispiel den Zusatz "Im Allgemeinen" enthält. Üblich ist laut Storm, dass Küche und Bad in etwa nach drei Jahren, Wohnräume ungefähr nach fünf Jahren und sonstige Räume wie eine Speisekammer etwa nach sieben Jahren renoviert werden sollten.

Was gilt bei farbigen Wänden?

Doch was, wenn Mieter schon nach zwei Jahren wieder ausziehen? „Dann müssen Sie eigentlich keine Schönheitsreparaturen durchführen“, erklärt Storm. Denn die Zeiträume, nach denen die Arbeiten in etwa fällig werden, sind noch nicht verstrichen. Allerdings kann es Ausnahmen geben: „Wenn die Wohnung stark abgenutzt wurde, muss in der Regel renoviert werden.“ Gleiches gilt, wenn die Wände in kräftigen Farben gestrichen wurden. „Dann müssen Sie den ursprünglichen Zustand wiederherstellen“, erläutert die Expertin. Helle Farben wie zum Beispiel Cremetöne, die den allgemeinen Geschmack treffen, müssen in der Regel nicht überstrichen werden.

Was gilt bei vereinbarter Quotenabgeltungsklausel?

Allerdings können Vermieter ihre Mieter auch bei einem Auszug nach kurzer Zeit an den Kosten für die Schönheitsreparaturen beteiligen. „Wenn der Mietvertrag eine sogenannte Quotenabgeltungsklausel enthält, werden Sie anteilig an den Kosten beteiligt“, erläutert Storm. Die Parteien einigen sich in diesem Fall, wer einen Kostenvorschlag für die Arbeiten einholt. Auf dessen Grundlage wird berechnet, wie viel der ausziehende Mieter zahlen muss.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Amri-Ausschuss in NRW nimmt Rolle von V-Mann ins Visier

Amri-Ausschuss in NRW nimmt Rolle von V-Mann ins Visier

Fahrgeschäfte, Buden, Zelte: Das gefällt den Besuchern am besten 

Fahrgeschäfte, Buden, Zelte: Das gefällt den Besuchern am besten 

Das sind die zehn reichsten Menschen der Welt

Das sind die zehn reichsten Menschen der Welt

Werder-Ankunft in Köln

Werder-Ankunft in Köln

Meistgelesene Artikel

Wie oft muss ich bei Hausstauballergie putzen?

Wie oft muss ich bei Hausstauballergie putzen?

Genialer Trick: So testen Sie, ob Ihr Gefrierfach kaputt ist

Genialer Trick: So testen Sie, ob Ihr Gefrierfach kaputt ist

Schluss mit Laub in der Dachrinne - so geht's

Schluss mit Laub in der Dachrinne - so geht's

Wegen demoliertem Päckchen: Mann schreibt grandiosen Zettel

Wegen demoliertem Päckchen: Mann schreibt grandiosen Zettel

Kommentare