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So pflanzen Sie Rote Bete richtig

Rote Bete lässt sich einfach anbauen und ernten.
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Rote Bete lässt sich einfach anbauen und ernten.

Rote Bete ist ein beliebtes Gemüse in deutschen Gärten. Wir erklären Ihnen worauf Sie achten müssen, wenn Sie es im heimischen Beet anpflanzen möchten.

  • Rote Bete lässt sich im Garten hervorragend anpflanzen.
  • Die Knolle ist für ihre zahlreichen Mineralstoffe und Vitamine bekannt.
  • Wir erklären, was es beim Aussäen zu beachten gibt.

Rote Bete, auch Rote Beete oder Rote Rübe genannt, ist unter Hobbygärtnern äußerst beliebt. Das Gemüse lässt sich recht einfach im Garten anbauen und bietet zahlreiche Mineralstoffe, Vitamine, Eisen und Folsäure. Die mit der Zuckerrübe verwandet Knolle lässt sich zudem einfach als Beilage oder Zutat von Speisen verarbeiten. Wie Sie Rote Bete im eigenen Garten anbauen, erfahren Sie hier.

Wann ist der beste Zeitpunkt, um Rote Bete zu pflanzen?

Wenn Sie die Rote Bete in Töpfen vorziehen möchten, können Sie bereits Ende März mit der Aussaat beginnen. Für die Direktaussaat in den Boden eignet sich der Zeitraum von Mitte April bis Anfang Juli. Besonders der Juni gilt als idealer Zeitpunkt für die Aussaat von Roter Bete. Wer über einen längeren Zeitraum Rote Bete genießen möchte, kann diese auch im Abstand von vier Wochen neu aussäen. Nach circa zwölf bis 16 Wochen sind die Pflanzen dann reif für die Ernte.

Rote Bete pflanzen: So ziehen Sie sie vor

Rote Bete lässt sich vorziehen, auch wenn das nicht unbedingt nötig ist. Die Jungpflanzen vertragen das Umpflanzen nicht immer so gut, weil die Wurzeln beschädigt werden könnten. Allerdings können Sie damit auch die Ernte vorziehen und schon im Juni die ersten Rüben genießen. Außerdem ist dann kein Pikieren im Beet mehr nötig.

Wenn Sie die Aussaat also schon Ende März vornehmen wollen, tun Sie dies am besten mithilfe von Anzuchttöpfen oder -platten. Diese füllen Sie mit Anzuchterde und drücken pro Topf, zwei bis drei Samen der Roten Bete ein. Sie sollten etwa ein bis zwei Zentimeter tief in der Erde stecken. Decken Sie die Gefäße mit einer Folie ab, in die Sie ein paar Löcher für die Luftzirkulation stechen, und stellen Sie die Anzuchttöpfe anschließend an einen Ort, wo viel Sonne scheint - auf die Fensterbank in etwa. Halten Sie die Erde immer etwas feucht, aber nicht nass. Die Flüssigkeit sollte über eine Drainage entweichen können.

Ebenfalls spannend: So ziehen Sie ganz einfach Tomaten auf der Fensterbank vor.

Das ist der richtige Standort für Rote Bete

Die Rote Bete sprießt am besten an einem vollsonnigen und warmen Standort. Da sie aber sehr genügsam ist, reicht oft auch eine Stelle im Halbschatten. Hier kann es allerdings sein, dass sich in den Knollen mitunter zu viel Nitrat ansammelt.

Der Boden selbst sollte humusreich und locker sein, damit die Knollen genug Freiraum zur Entwicklung haben. Auch mit sandigeren Böden kommt die Rote Bete zurecht. Bei einem pH-Wert von 6,2 bis etwa 6,8 fühlt sich die Knolle wohl.

Achten Sie beim richtigen Anbau auch auf die unmittelbare Nachbarschaft: Rote Bete verträgt sich nicht mit Spinat, Kartoffeln*, Tomaten*, Schnittlauch, Mangold oder Petersilie. Frühestens nach vier Jahren sollten Sie Rote Bete in solche einem Beet anpflanzen. Als Nachbarn in einer Mischkultur* eignen sich aber Kohlrabi, Schnittsalat oder Erbsen.

Anleitung zum Pflanzen von Roter Bete

Wenn Sie die Samen bereits im April aussäen, sollten Sie im Hinterkopf behalten, dass es bis Mitte Mai noch zu Spätfrösten kommen kann. Bei Temperaturen unter sieben Grad schossen die Pflanzen leicht und bilden nur noch kleine Knollen. Darum sollten Sie die Rote Bete nach der Aussaat mit einem Vlies oder Stroh abdecken.

So gehen Sie beim Pflanzen vor: Säen Sie die Samen in einem Abstand von zehn Zentimeter zueinander in zwei bis drei Zentimeter tiefe Löcher. Zwischen den Reihen sollte ein Abstand von mindestens 25 Zentimetern herrschen, um den Wachstum und die Pflege der Pflanzen zu erleichtern. Nach der Aussaat wird etwas Kompost auf die Erde gegeben, um die Keimung anzutreiben. Auch vor der Aussaat können Sie die Samen für einige Stunden in Wasser aufweichen, damit sie schneller keimen.

Auch interessant: Gesundes Gemüse ganz einfach im Garten anbauen: So pflanzen Sie Grünkohl.

So pikieren Sie Rote Bete

Damit sich die Sämlinge beim Wachsen nicht gegenseitig behindern, sollten Sie die Pflanzen rechtzeitig pikieren bzw. vereinzeln. Heißt: Zu dicht stehende Keimlinge werden in einen Abstand von sieben bis zehn Zentimetern zu anderen Keimlingen verpflanzt.

Dabei werden Sie mithilfe eines Pikierstabes aus der Erde gehebelt und in ein neues Pflanzloch gegeben. Achten Sie darauf, die jungen Wurzeln nicht zu verletzten. Anschließend werden die Pflanzen gut gegossen.

Rote Bete im Beet pflegen

Damit die Ernte gut ausfällt, werden die Pflanzen - gerade in der Sommerhitze - regelmäßig bewässert. Vermeiden Sie allerdings Staunässe, um Fäulniskrankheiten an den Wurzeln zu vermeiden.

Bei einem nährstoffreichen Boden ist in der Regel keine Düngung nötig. Ansonsten reicht eine einmalige Düngung. Auf stickstoffhaltige Dünger sollten Sie dabei verzichten, da die Rote Bete sonst zu viel Nitrat anreichert.

Rote Bete ernten: Wann ist sie reif?

Nach circa zwölf bis 16 Wochen ist die Rote Bete erntereif. Die Größe eines Golfballes gilt als ideal - wenn Sie größer ist, schmeckt sie nicht mehr so gut. Die Rüben werden vorsichtig mit einer Grabgabel oder am Laub aus der Erde gezogen. Die Blätter werden kurz oberhalb der Herzblätter abgedreht, damit das Gemüse nicht vertrocknet. Anschließend kann die Rote Bete bis zum Frühjahr in einer Holzkiste mit feuchter Erde oder Sand gelagert werden.

Lesen Sie auch: Wann kann ich Erdbeeren pflanzen - im Frühjahr oder Herbst?

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Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern.
Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern. © pixabay/annawaldl
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze.
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze. © pixabay/annawaldl
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Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit, den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage. © pixabay/Counselling
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Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung. © pixabay/KIMDAEJEUNG
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen, kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist.
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. © pixabay/annawaldl
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem.
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem. © pixabay/MIH83
Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen.
Schon beim Anlegen des Gartens drohen viele Fehler: Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen. © pixabay/Hans
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können.
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können - und dementsprechend mehr Platz einberechnen. © pixabay/Gellinger
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen.
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen. © pixabay/Jing
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können.
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können. © pixabay/mjordano

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