So geht's

Warum Sie jetzt im Herbst noch einmal Rasen säen sollten

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Der Herbst eignet sich ebenfalls zum Rasen säen - aber es gilt einiges zu beachten.

Für Hobbygärtner ist im Herbst viel zu tun: Der Rasen will noch einmal ordentlich gepflegt werden, bevor es in die Wintermonate geht. Steht auch Säen auf dem Programm?

Für viele ist nach dem Sommer die Arbeit am Garten schon vorbei - doch nicht zu schnell. Gerade im Herbst sollten Sie die Zeit nutzen und Ihren Garten optimal auf das nächste Frühjahr vorbereiten. Lohnt es sich da noch, einmal Rasen zu säen bzw. nach zu säen? Wir klären einige brennende Fragen.

Rasen säen: Besser im Herbst oder im Frühjahr?

Generell kann Rasen sowohl im Herbst als auch im Frühjahr gesägt oder nachgesät werden. Im Frühjahr eigenen sich am besten die Monate März bis Mai, je nach Wetterlage. Doch auch der Herbst ist ein guter Zeitpunkt, um einen Rasen neu anzusäen oder Lücken auf der Rasenfläche zu schließen. Die besten Monate sind Ende August bis Oktober oder gar November.

In mancher Hinsicht eignet sich der Herbst sogar besser zur Aussaat als der Frühling: Der Boden ist nämlich durch die viele Sonne, die den ganzen Sommer über geschienen hat, noch gut erwärmt und weist auch nachts Temperaturen auf, die der Saat beim Keimen helfen. Durch die angenehmen Temperaturen wachsen die Keimlinge sogar schneller als teilweise im Frühjahr, wo der Boden nach dem Winter erst richtig auftauen muss und noch besonders frische Luft herrscht.

Passend dazu: Das ist der richtige Zeitpunkt, wenn Sie im Frühjahr den Rasen säen wollen.

Rasen: Welche Temperatur sollte beim Säen herrschen?

Um die Rasensamen zum Keimen zu bringen, muss die "primäre Dormanz", also die Keimruhe, überwunden werden. Damit ist jeder Rasensamen ausgestattet. Das heißt: Diese keimen erst, wenn optimale Umwelteinflüsse herrschen. Damit sind vorrangig die Faktoren Wasser, Sauerstoff und Temperatur gemeint. Auf die ersten beiden Faktoren können Sie selbst Einfluss nehmen, doch die richtige Temperatur müssen Sie abpassen. Doch was sind optimale Voraussetzungen?

Hierauf müssen Sie achten:

  • Temperaturen zwischen 16 und 23 Grad Celsius
  • ein feuchter und lockerer Boden, der gut durchlässig ist
  • mittlerer Humus- und Nährstoffgehalt
  • wechselhaftes Wetter zwischen Regen und Sonne, ohne das diese zu prall herunterscheint

Sind diese Punkte erfüllt und die Rasensamen eingesetzt, dann braucht es je nach Rasenmischung zwischen sieben und 28 Tagen, bis sie zu Keimen beginnen.

Achten Sie außerdem auf eine Rasenmischung, die qualitativ hochwertig ist, damit Sie sich nicht nur für kurze Zeit an einem satten Grün erfreuen können, sondern auch längerfristig etwas davon haben.

Auch interessant: Das ist die beste Zeit zum Vertikutieren.

Rasen im Herbst: Habe ich zu spät gesät?

Bevor Sie mit dem Säen anfangen, sollten Sie sich den Wetterbericht für die nächsten Tagen und Wochen ansehen. Rasensamen sind in der Regel sehr flexibel, doch ab einer gewissen Temperatur sind die Erfolgschancen dann doch gering. So sollte diese die zehn Grad-Marke in den Tagen nach der Aussaat nicht unterschreiten - auch nicht nachts -, um den Samen noch ein optimales Klima zu bieten. Liegen die Temperaturen bereits unter der Grenze, macht es keinen Sinn mehr, im Herbst noch den Rasen zu säen.

Zwar gibt es Samenkörner, die auch bei einer Minimaltemperatur von fünf Grad noch keimen, jedoch ist anzunehmen, dass die Temperaturen danach nicht besser werden - und die Rasensaat im Boden einfriert bzw. die frischen Junghalme sofort wieder absterben.

Der Boden an sich sollte ebenfalls nicht kälter als fünf Grad sein - und in den zwei bis drei Wochen nach der Aussaat diese Temperaturen nicht unterschreiten, wenn der Rasen keimen soll.

So breiten Sie den Rasen auf das Säen vor

Sie wollen den Rasen komplett neu anlegen? Dann müssen Sie ein bisschen Vorarbeit leisten: Diese wird in der Regel in zwei Phasen geteilt, dem Grobplanum und dem Feinplanum.

Das ist beim Grobplanum zu erledigen:

  • Graben Sie die Rasenfläche rund zwei Spaten tief um oder gehen Sie mit einer Fräse ran.
  • Entfernen Sie alles, was stört: Steine, Wurzel und Unkraut.
  • Verbessern Sie lehmige, feste Böden mit Quarzsand oder Torf.
  • Ist die Erde sandig, dann geben Sie Laubkompost, Hornmehl oder Rindenhumus hinzu.
  • Glätten Sie das Areal mit einem Rechen.

Danach walzen Sie das Gelände und bewässern es. Achten Sie außerdem darauf, dass in den nächsten zwei bis drei Wochen niemand die Fläche betritt. Nach mindestens 14 Tagen geht es dann in die nächste Phase.

Das ist beim Feinplanum zu tun:

  • Der Boden soll zu einem lockeren Beet werden, in dem die Samen gut aufgehen können. Deshalb wird er noch einmal mit einer Harke aufgelockert und gejätet.
  • Ziehen Sie den Boden wieder mit einem Rechen glatt.
  • Bearbeiten Sie die Fläche erneut mit einer Walze - dann noch einmal rechen.

Nach der Aussaat: Wie lange dauert es bis der Rasen wächst?

So säen Sie Ihren Rasen im Herbst

Sind die Vorbereitungen erledigt, dann ist die gröbste Arbeit schon getan. Danach streuen Sie den Rasensamen in einem Streuwagen oder von Hand aus. Dabei gehen Sie die Fläche längs und quer ab und arbeiten die Saat anschließend mit einem Rechen ungefähr 0,5 bis einen Zentimeter in die Erde ein. Danach begehen Sie die Fläche noch ein weiteres Mal mit der Walze und bewässern sie mit einem Rasensprenger. Erst mit dem Wasser fängt die Saat richtig zu keimen an. Bewässern Sie den Boden anschließend regelmäßig ohne ihn zu überschwemmen.

Rasen nachsäen: Das müssen Sie beachten

Sollten Sie vor Wintereinbruch Ihren Rasen nur ein wenig aufpeppen wollen und nicht wieder komplett umgraben, können Sie auch einfach nur nachsäen. Dabei müssen Sie nur die Temperaturen - wie oben erwähnt - beachten. Sind die neuen Halme gesprossen, sollten Sie vor der großen Kälte noch so oft wie möglich mähen - aber niemals niedriger als auf fünf Zentimeter. Steht die Kaltfront kurz bevor, lassen Sie den Rasen noch ein Stückchen höher wachsen als sonst, bevor Sie ihn auf fünf Zentimeter schneiden. So gehen Sie auch bei einem neu ausgesäten Rasen vor.

Gar nicht so schwierig: So verlegen Sie einen Rollrasen.

Rasen säen und düngen gleichzeitig - ist das gut?

Generell ist es jedem Gärtner selbst überlassen, ob er gleichzeitig den Rasen säen und düngen will. Manche schwören sogar darauf, weil der Dünger den Samen gleich einen wichtigen Ansporn gibt. Jedoch müssen Sie es selbst ausprobieren. Wichtig ist, dass Sie im Herbst darauf achten, dass ein anderer Dünger benötigt wird als im Frühjahr. Während letztere viel Stickstoff enthalten, befindet sich in einem Herbstdünger mehr Kalium, um den Rasen winterfest zu machen. Mehr Informationen zum Düngen des Rasens im Herbst lesen Sie hier.

Lesen Sie hier: Rasen mulchen ja oder nein? Das sind die Vor - und Nachteile.

fk

Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren

Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern.
Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern. © pixabay/annawaldl
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze.
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze. © pixabay/annawaldl
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage.
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit, den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage. © pixabay/Counselling
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung.
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung. © pixabay/KIMDAEJEUNG
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen, kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist.
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. © pixabay/annawaldl
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem.
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem. © pixabay/MIH83
Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen.
Schon beim Anlegen des Gartens drohen viele Fehler: Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen. © pixabay/Hans
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können.
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können - und dementsprechend mehr Platz einberechnen. © pixabay/Gellinger
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen.
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen. © pixabay/Jing
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können.
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können. © pixabay/mjordano

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